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Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung in der gesamten Lebensmittel-Produktionskette

Deutschland und China wollen zukünftig ihre Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft und der Lebensmittelsicherheit verstärken. Das haben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und sein chinesischer Kollege Han Changfu anlässlich der Eröffnung des deutsch-chinesischen Agrarzentrums in Peking beschlossen.

Bonn/Peking (csr-news) > Deutschland und China wollen zukünftig ihre Zusammenarbeit im Bereich der Landwirtschaft und der Lebensmittelsicherheit verstärken. Das haben Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und sein chinesischer Kollege Han Changfu anlässlich der Eröffnung des deutsch-chinesischen Agrarzentrums in Peking beschlossen. „Der Agrarsektor ist in den Mittelpunkte der strategischen Zusammenarbeit der Bundesregierung mit der Volksrepublik China gerückt“, sagte Schmidt. „Wir können hier in fast allen Bereichen vom Acker bis auf den Teller, von der Tierzucht bis hin zu landwirtschaftlichen Technologien, Erfahrungen einbringen“. Im Mittelpunkt solle dabei die Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung in der gesamten Lebensmittel-Produktionskette stehen.

Die Anzahl von Import landwirtschaftlicher Produkte und Lebensmittel aus China steigt stetig und mache eine intensivere Zusammenarbeit notwendig. Denn, die Lieferungen aus China fallen am häufigsten im europäischen Schnellwarnsystem für gefährliche Lebensmittel auf. Aber Schmidt will auch den chinesischen Ökolandbau unterstützen. „Dabei ist mir die Zertifizierung von Bio-Produkten, die für den Export bestimmt sind besonders wichtig. In diesem Bereich ist Deutschland weit vorangeschritten“, betonte der Bundeslandwirtschaftsminister. „Verbraucher müssen sich auch in Zukunft darauf verlassen können, dass ökologische Produkte in dem rasant wachsenden Markt tatsächlich nach den hohen und nachhaltigen Standards produziert wurden.“ Auch eine nachhaltige Tierhaltung soll im Rahmen des regelmäßigen agrarpolitischen Austausches thematisiert werden. „Wenn es darum geht, Standards zu etablieren, müssen wir auch über den Tierschutz sprechen“, so Schmidt. Die deutschen Verbraucher würden großen Wert auf nachhaltige Produktionsweisen etwa bei Daunen und Angorawolle legen. Das deutsch-chinesische Agrarzentrum soll als Dialogplattform dienen und Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen und außerdem eine zentrale Anlauf-, Informations- und Koordinierungsstelle für die bilaterale Kooperation im Agrar- und Ernährungsbereich zwischen Deutschland und China sein.