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RP: Bahnlärm nicht entschlossen bekämpft

Die Bundesregierung will den Bahnlärm auf deutschen Schienenwegen bis Ende 2016 um 50 Prozent reduzieren und wird dieses Ziel möglicherweise verfehlen.

Düsseldorf (csr-news) – Die Bundesregierung will den Bahnlärm auf deutschen Schienenwegen bis Ende 2016 um 50 Prozent reduzieren und wird dieses Ziel möglicherweise verfehlen. Wie die Rheinische Post (RP – Mittwochsausgabe) berichtet, sind von den insgesamt 182.000 Güterwagen deutscher Bahnunternehmen bisher erst 14 Prozent mit sogenannten Flüsterbremsen ausgestattet. Das gehe aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. „Es wird nicht investiert, weil jeder auf den anderen schielt: Durch die Umrüstung wird der Transport teurer, und die Bahn-Konkurrenten befürchten, dadurch Marktanteile zu verlieren“, sagte Willi Pusch von der Bürgerinitiative „Rheintal 21“ der RP. Nach dem Zeitungsbericht hat sich im Bundestag eine fraktionsübergreifende Parlamentariergruppe gegen Bahnlärm aus knapp 120 Abgeordneten gebildet. Sie fordern Sanktionen wie Nachtfahrverbote für laute Züge, sofern bis 2016 nicht die Hälfte aller Waggons auf leise Bremsen umgerüstet seien. Die etwa 180.000 Güterwaggons gehören zu je einem Drittel der Bahn, der DB-Tochter Schenker sowie privaten Anbietern.