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H&M und Kering testen neue Technologie für Kleider-Recycling

Das Verfahren der Fasertrennung ermöglicht es demnach, aus alten Textilien separat Polyester- und Baumwollfasern zu gewinnen und damit neue Stoffe herzustellen.

Paris (afp) – Die schwedische Modekette H&M und der französische Luxus- und Sportbekleidungsriese Kering wollen eine neue Technologie für die Wiederverwertung von Kleidung testen. Beide Konzerne schlossen eine Partnerschaft mit dem britischen Start-up Worn Again, das eine Recycling-Methode für Textilien entwickelt hat, wie es am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung hieß. Das Verfahren der Fasertrennung ermöglicht es demnach, aus alten Textilien separat Polyester- und Baumwollfasern zu gewinnen und damit neue Stoffe herzustellen. So könnten Mischfasertextilien getrennt und Farbstoffe und andere Verunreinigungen herausgefiltert werden.

H&M und die Kering-Sportmarke Puma wollen eine neue Testphase von Worn Again „genau verfolgen“, wie es in der Pressemitteilung hieß. Es solle gezeigt werden, dass die Technik wirtschaftlich rentabel sein und „eine wirksame Lösung für geschlossenes Recycling von Textilien bieten“ könne.

Den Angaben zufolge wurden im vergangenen Jahr weltweit etwa 65 Millionen Tonnen Polyester- und Baumwollfasern produziert. Die Nachfrage soll bis 2020 auf rund 90 Millionen Tonnen steigen. Für die Produktion von neuem Polyester wird Erdöl benötigt; die Produktion von Baumwolle benötigt große Mengen Ressourcen wie Wasser.

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