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Bauernverband und Grüne fordern zusätzliche Hinweise auf Käfig-Eier

Bauernverband und Grüne fordern auch bei verarbeiteten Eiern eine Kennzeichnungspflicht für die umstrittene Käfighaltung.

Berlin (afp) – Bauernverband und Grüne fordern auch bei verarbeiteten Eiern eine Kennzeichnungspflicht für die umstrittene Käfighaltung. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, sagte der „Bild am Sonntag“, zwei Drittel der in Lebensmitteln verarbeiteten Eier stammten noch immer aus Käfighaltung. „Viele Käfige, die in Deutschland verboten und abgebaut wurden, stehen jetzt bei unseren osteuropäischen Nachbarn, die die Käfig-Eier zu uns liefern. Die Menschen essen also sehr wohl noch Eier aus Käfighaltung.“

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter forderte: „Wir müssten auf dem Kuchen oder den Nudeln verpflichtend ein Käfig-Hinweisschild anbringen. Dann würden die Leute diese Lebensmittel nicht mehr kaufen.“ Hofreiter und Rukwied setzten sich zudem gemeinsam für die Züchtung einer Hühnersorte ein, die sowohl Fleisch als auch Eier liefert.

Anders als bei rohen Eiern müssen Lebensmittelhersteller bei verarbeiteten Eier keine Angaben über deren Herkunft machen. Tierschützer gehen davon aus, dass der Käfiganteil bei Fertigprodukten besonders hoch ist. In Deutschland ist die Haltung von Legehennen in Kleinkäfigen verboten.

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