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Umweltbundesamt fordert mehr Öko-Landbau in Deutschland

Das Umweltbundesamt (UBA) drängt auf eine Ausweitung des Öko-Landbaus in Deutschland.

Berlin (afp) – Das Umweltbundesamt (UBA) drängt auf eine Ausweitung des Öko-Landbaus in Deutschland. „Ein Anteil von 20 Prozent Öko-Landbau ist dringend notwendig“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger der Tageszeitung „Die Welt“ vom Mittwoch. Die ökologische Landwirtschaft könne dazu beitragen, die schädlichen Umweltauswirkungen der konventionellen Landwirtschaft zu verringern.

Der Öko-Landbau hatte laut einer UBA-Studie im Jahr 2013 einen Anteil von gut sechs Prozent an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche. Bei gleich bleibenden Wachstumsraten würde demnach das 20-Prozent-Ziel erst im Jahr 2070 erreicht. Die Untersuchung befasste sich mit den Umweltbelastungen durch die Landwirtschaft und kam zu dem Schluss: „Die intensive Landwirtschaft verursacht eine Reihe an Umweltproblemen.“

Das UBA plädiert vor diesem Hintergrund auch für einen Ausbau des Öko-Landbaus. Mit der Umstellung auf den ökologischen Landbau könne auf der betroffenen Fläche „ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung umweltbelastender Stoffausträge in die Umwelt erreicht werden“, heißt es in der Studie.

Das Umweltbundesamt fordert deshalb mehr Förderung des Öko-Landbaus. Um das 20-Prozent-Ziel in absehbarer Zeit zu erreichen, sei eine „stärkere finanzielle Förderung“ des ökologischen Landbau“ unbedingt erforderlich“, sagte UBA-Präsidentin Krautzberger der „Welt“.

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