Nachrichten

CSR NEWS briefly vom 10. April 2015

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung:

Tagesaktuelle Ereignisse und Themen rund um die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung:

BMW i8 als „World Green Car“ ausgezeichnet

München (csr-news) > Zum zweiten Mal in Folge konnte BMW mit seinem elektrisch angetriebenen Fahrzeugen bei den „World Car Awards“ im Rahmen der New York International Auto Show punkten. In der Kategorie „Green Car“ hatte der BMW i3 im vergangenen Jahr die Auszeichnung erhalten, in diesem Jahr punktete der BMW i8. Die Jury würdigt dessen Kombination aus Plug-in-Hybrid-Antriebstechnologie und innovativem Leichtbau mit avantgardistischem Design.

WWF erstattet Anzeige gegen Papierhändler

Berlin (csr-news) > Anfang des Jahres hatte die Naturschutzorganisation WWF die Laborergebnisse von 144 Papierprodukten veröffentlicht. Konkret ging es um den Nachweis, ob in den Produkten Holz aus Tropenwäldern verarbeitet wurde. In fast 20 Prozent der Fälle wurde Tropenholz nachgewiesen, obwohl die Hersteller dies meist ausgeschlossen hatten. Nach Ansicht des WWF haben sie damit ihre Sorgfaltspflichten verletzt und gegen die EU-Holzhandelsverordnung (EUTR) verstoßen. Die verpflichtet Unternehmen, beim erstmaligen Import bestimmter Holz- und Papierprodukte deren legale Herkunft sicherzustellen. . „Die Unternehmen kümmert es nicht, wo ihr Papier herkommt und nehmen so billigend in Kauf, dass dafür wertvolle Tropenwälder zerstört werden“, so Johannes Zahnen, Referent für Forstpolitik beim WWF Deutschland. Schon bei der Vorlage der Laborergebnisse kündigten die Naturschützer eine Klage gegen die betroffenen Unternehmen an und diese nun auch eingereicht. Darin werfen die Umweltschützer Depesche, KiK, Iden, Bentino und Carstensen vor, Papierprodukte aus Tropenwäldern zu vertreiben, ohne deren Ursprung korrekt benennen zu können. Die Anzeigen müssen nun von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geprüft werden, die die Einhaltung der EUTR in Deutschland überwacht.

Aus dem Partnernetzwerk:
Verbandsmanagement mit Zukunft. Non-Profit-Organisationen professionell und erfolgreich führen

Unterföhring (csr-partner) – Was macht einen Verband erfolgreich? Sind die über 5000 Non-Profit-Organisationen (NPO) in Deutschland gut aufgestellt? Wie misst sich eigentlich der Erfolg einer NPO? Und was könnten Erfolgsfaktoren für einen Verband, eine Kammer oder einen Verein sein? Wie kann ein Verband im 21. Jahrhundert aussehen, der für das Ist gut aufgestellt und für das Morgen bestens gerüstet ist? Bei diesen Fragen setzt das Buch „Verbandsmanagement mit Zukunft“ von Dr. Claudia Wöhler an. Ziel von Verbandsmanagement mit Zukunft ist es, dem Leser eine praxisbezogene und ganzheitliche Unterstützung bei der Gestaltung eines zukunftsfähigen Verbandes zu geben. >> Hier lesen Sie eine Zusammenfassung.

Umweltverbände fordern: Regierung muss beim Schutz der Meere nachbessern

Berlin (csr-news) > Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Umweltverbände auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Organisationen, darunter der BUND, Greenpeace, NABU, die Deutsche Umwelthilfe und Deepwave die Regierung auf, mehr für den Schutz der Meere zu unternehmen. „Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form wird er kaum verhindern, dass Düngemittel, Pestizide und andere Gifte aus der Landwirtschaft oder der Industrie in die Meere gelangen“, kritisieren die Verbände. Zudem würden Maßnahmen zur Beschränkung der Fischerei fehlen, obwohl in Stellnetzen unzählige Schweinswale und Seevögel als Beifang verenden. „Selbst in Schutzgebieten dürfte somit weiterhin der Meeresboden mit Grundschleppnetzen umgepflügt werden“, so die Verbände. Den ersten Entwurf eines Maßnahmenkatalogs hatte die Bundesregierung gemeinsam mit den Landesregierungen der fünf Küstenbundesländer Ende März 2015 veröffentlicht.

Als besonders dürftig wurden die Maßnahmen zur Reduzierung des Nähr- und Schadstoffeintrags in die Meere bezeichnet. Beispielsweise sei das Ziel, die deutschen Fließgewässer bis 2015 in einen guten ökologischen und chemischen Zustand zu führen, bislang nur bei einem Bruchteil erreicht. „Weiterhin strömen Unmengen an Düngemitteln und Giften in unsere Flüsse und ins Grundwasser und damit auch in die Meere“, heißt es in der Erklärung. In der Ostsee seien die Folgen der Überdüngung am deutlichsten zu sehen. Großflächige tote Zonen am Meeresboden und trübes Wasser bedrohten die Unterwasserwelt und schreckten auch zunehmend Touristen ab. Dringend notwendig seien Maßnahmen wie beispielsweise Gewässerrandstreifen von mindestens zehn Metern und Beschränkungen des Düngemitteleinsatzes und der Gülleausbringung.

KfW will für eine Milliarde Euro Green Bonds kaufen

Frankfurt (csr-news) > Die KfW will künftig den Umwelt- und Klimaschutz durch den Kauf von Green Bonds förden und hat dazu ein Green-Bond-Portfolio mit einem Volumen von 1 Mrd. Euro aufgelegt. Bereits im 2. Quartal 2015 sollen die ersten Käufe getätigt werden. Die KfW sieht die Einführung des Green-Bond-Portfolios als weiteren Ausbau ihrer Nachhaltigkeitsstrategie am Kapitalmarkt. „Wir beschäftigen uns seit langem mit Nachhaltigkeit im Kapitalmarkt und haben uns hier Expertise und hohe Glaubwürdigkeit erarbeitet“, so Günther Bräunig, Kapitalmarktvorstand der KfW Bankengruppe. „Der Green-Bond-Markt ist eine alternative, kapitalmarktbasierte Finanzierungsquelle für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, den es gilt, auszubauen. Mit dem Green-Bond-Portfolio wollen wir – ergänzend zu unseren Kreditaktivitäten und unseren eigenen Green-Bond-Emissionen – einen weiteren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten“.

Vaillant: Unternehmensstrategie zur Senkung des Energieverbrauchs ausgezeichnet

Berlin (csr-news) > 1,9 Millionen Kilowattstunden weniger Endenergie, 187.000 Euro weniger Kosten, 798 Tonnen weniger CO2 im Jahr. Mit diesen Zahlen konnte die Vaillant Group am Standort Gelsenkirchen überzeugen und wurde von der Deutschen Energie-Agentur (dena) mit dem Label „Best Practice Energieeffizienz“ ausgezeichnet. Mit dem Label „Best Practice Energieeffizienz“ will die dena zur Nachahmung anregen und Praxiserfolge auf andere Unternehmen übertragen. „Die mittlerweile 20 ausgezeichneten Unternehmen konnten mit den Energieeffizienzmaßnahmen bereits 127 Millionen Kilowattstunden Strom, 59.000 Tonnen CO2 und 12,5 Millionen Euro sparen“, bilanziert Annegret-Cl. Agricola, Leiterin des Bereichs Energiesysteme und Energiedienstleistungen bei der dena. Unternehmen können mit der Beantwortung vier einfacher Fragen auf einer neuen Checkliste prüfen, ob sie grundsätzlich für eine Auszeichnung mit dem Label geeignet sind.

VAUDE erstellt Gemeinwohl-Bilanz

Tettnang (csr-news) > Als erstes Unternehmen der Outdoor-Branche hatVAUDE eine auditierte Gemeinwohl-Bilanz veröffentlicht, die neben ökonomischen vor allem auch ökologische und soziale Faktoren bewertet. Besonders positive Bilanzwerte wurden dem Unternehmen im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit bescheinigt. „Wir verbrauchen die Ressourcen von zwei Welten, die Klimaerwärmung steigt, die Schere zwischen Reich und Arm geht immer weiter auseinander. Gleichzeitig werden Unternehmen in unserem Wirtschaftssystem vor allem nach ihrem finanziellen Erfolg bewertet“, so Antje von Dewitz, Geschäftsführerin VAUDE. „Aspekte wie ökologische Verantwortung oder soziale Gerechtigkeit werden dabei ausgeblendet. Die Gemeinwohl-Bilanz bewertet genau diese wichtigen ethischen Faktoren und damit die gesamte unternehmerische Verantwortung“. Eine ausführliche Besprechung in Kürze auf csr-news.de, für Eilige hier der Link zum Download der Gemeinwohlbilanz.

Institutionelles Vertrauen der Deutschen

Teningen (csr-news) > Jeweils 6 von 10 Befragten äußern „großes“ oder „einiges“ Vertrauen in die Bundesregierung und in deutsche Großunternehmen, dass sie „zum Besten für unsere Gesellschaft arbeiten“. Dies ist für beide das höchste Vertrauensniveau in der 15-jährigen Historie des deutschen Global Issues- & Reputation-Monitor. An Vertrauen gewinnen konnte auch die Presse. Zu den Verlierern gehören demnach NGOs, Gewerkschaften und die UNO.

Bedeutung nachhaltiger Produktverpackungen

Lauterbach (csr-news) > Jedem zweiten Verbraucher sind nachhaltige Produktverpackungen wichtig. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Verbraucherstudie des Verpackungskonzerns STI Group. Demnach achten vor allem ältere Konsumenten auf umweltschonende Verpackungen. Doch was kennzeichnet für die Verbraucher eine nachhaltige Verpackung? Die Online-Studie fragte Bekanntheit und Kaufrelevanz unterschiedlicher Logos ab. Hinsichtlich der Siegel belegten Der Grüne Punkt, Der Blaue Engel, Fairtrade und FSC die ersten vier Plätze. Für 93 Prozent der Befragten war der grüne Punkt ein geläufiges Logo. Das FSC-Logo war dagegen nur 48 Prozent der Teilnehmer bekannt und nur 18 Prozent achten auch beim Einkauf darauf. Generell denkt die Mehrheit der Verbraucher bei nachhaltigen Verpackungen an Themen wie Recycling und Entsorgung aber auch an das Material . Beispielsweise wird eine Verpackung aus Karton oder Wellpappe als umweltfreundlicher angesehen als eine Verpackung aus anderen Materialien. Auch einen möglichst geringen Materialeinsatz bzw. eine geringe Verpackungsgröße im Vergleich zum Inhalt honorieren die Verbraucher. Ist die Verpackung wiederverwendbar, stellt dies für die Befragten einen entscheidenden Nachhaltigkeitsfaktor dar.

30.000 Chinesen vor Brand in Chemiefabrik in Sicherheit gebracht

Peking (afp) – Wegen eines tagelangen Brands in einer umstrittenen Chemiefabrik in der ostchinesischen Stadt Zhangzhou sind fast 30.000 Anwohner in Sicherheit gebracht worden. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurde das Feuer, das am Montag ausgebrochen war, erst am Donnerstag endgültig gelöscht. Insgesamt hätten 29.096 Menschen aus der Umgebung ihre Häuser verlassen müssen.

Ausgelaufenes Öl hatte am Montagabend in der Fabrik Feuer gefangen und drei Öltanks zur Explosion brachte, diese löste einen Großbrand aus. Fernsehaufnahmen zeigten riesige Flammen über der Fabrikanlage. Am Dienstagabend brachten Feuerwehrleute den Brand kurzzeitig unter Kontrolle. Am Mittwoch gerieten laut Xinhua jedoch zwei weitere Öltanks in Brand. Insgesamt seien sechs Menschen verletzt worden.

In der Fabrik wird die Chemikalie Paraxylol hergestellt, eine brennbare, krebserregende Flüssigkeit, die unter anderem zur Herstellung von Polyesterstoffen verwendet wird. Ursprünglich sollte die Anlage in der nahegelegenen Küstenstadt Xiamen gebaut werden. Nach heftigen Protesten, an denen sich vor acht Jahren tausende Menschen beteiligt hatten, wurde sie an ihrem jetzigen Standort errichtet. Laut Xinhua war es bereits der zweite schwere Zwischenfall in der Fabrik binnen zwei Jahren.

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