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Menschenrechtler fordern bessere Arbeiterrechte in Bangladesch

Rund zwei Jahre nach dem Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch das gewerkschaftsfeindliche Klima in der Textilindustrie von Bangladesch beklagt.

Dhaka (afp) – Rund zwei Jahre nach dem Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch das gewerkschaftsfeindliche Klima in der Textilindustrie von Bangladesch beklagt. Arbeitgeber dort „bekämpften“ Arbeitnehmervertretungen und die Lage der Betroffenen sei dementsprechend schlecht, teilte die Vereinigung am Mittwoch in Dhaka unter Berufung auf einen von ihr selbst erstellten Situationsbericht mit.

„Wenn die Regierung in Bangladesch ein zweites Rana Plaza verhindern will, muss sie das Arbeitsrecht durchsetzen und sicher stellen, dass die Textilarbeiter ihre Bedenken über Sicherheit und Arbeitsbedingungen äußern können – ohne Angst vor Vergeltung oder Entlassung“, erklärte Phil Robertson, stellvertretender Leiter der Asien-Abteilung von Human Rights Watch.

Auch Einzelhandelskunden, die ihre Ware aus Bangladesch bezögen, müssten sicherstellen, dass die Fabrikbesitzer die Rechte ihrer Arbeiter gewährleisteten und bessere Arbeitsbedingungen schüfen, betonte Human Rights Watch. Der Fabrikkomplex von Rana Plaza war am 24. April 2013 unter dem Gewicht mehrerer illegal aufgestockter Etagen eingestürzt, mehr als 1100 Menschen starben. Mehrere westliche Firmen hatten dort Ware produzieren lassen.

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