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US-Geflügelproduzent Tyson will Einsatz von Antibiotika stoppen

Der größte Geflügelproduzent der USA, Tyson Foods, will in der Humanmedizin genutzte Antibiotika bis zum Jahr 2017 aus seinen Hühnerfarmen verbannen.

Washington (afp) – Der größte Geflügelproduzent der USA, Tyson Foods, will in der Humanmedizin genutzte Antibiotika bis zum Jahr 2017 aus seinen Hühnerfarmen verbannen. Infektionen durch Antibiotika-Resistenzen seien weltweit Grund zur Sorge, erklärte Konzernchef Donnie Smith in der vergangenen Woche. Tyson werde sich „anstrengen“, den Einsatz in der Hähnchenzucht bis September 2017 vollkommen zu beenden. Außerdem wolle der Konzern auch mit Züchtern zusammenarbeiten, um den Einsatz von Antibiotika in der Schweine- und Truthahnzucht sowie bei Kühen zu stoppen.

Zuvor hatten mehrere US-Fastfoodketten wie McDonald’s erklärt, kein Hühnerfleisch mehr anzubieten, bei dessen Herstellung Antibiotika eingesetzt wurden, mit denen auch kranke Menschen behandelt werden. Die US-Lebensmittelindustrie steht zunehmend unter dem Druck der Gesundheitsbehörden, den umfassenden Einsatz von Antibiotika in Tierbeständen zu verringern, vor allem bei gesunden Tieren.

US-Präsident Barack Obama hatte im vergangenen Monat einen Plan zur Bekämpfung von multiresistenten Keimen vorgestellt. Erreger, die gegen Antibiotika weitgehend unempfindlich sind, seien „eines der drängendsten Gesundheitsprobleme, denen sich die Welt heute gegenübersieht“, sagte Obama. Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC sterben jedes Jahr 23.000 Menschen in den Vereinigten Staaten an multiresistenten Keimen.

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