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Drei Textilfabriken in Bangladesch nach Beben in Nepal geschlossen

In Bangladesch sind drei Textilfabriken vorübergehend geschlossen worden, bei denen nach dem Erdbeben im nahe gelegenen Nepal Risse im Bauwerk entdeckt wurden.

Dhaka (csr-news) – In Bangladesch sind drei Textilfabriken vorübergehend geschlossen worden, bei denen nach dem Erdbeben im nahegelegenen Nepal Risse im Bauwerk entdeckt wurden. 61 Fabriken seien seit dem Erdbeben vor mehr als einer Woche im Auftrag von europäischen Einzelhändlern überprüft worden, sagte Chefinspektor Brad Loewen am Dienstag in der Hauptstadt Dhaka. In mindestens drei Gebäuden seien besorgniserregende Risse festgestellt worden. Deshalb sei ihre Schließung veranlasst worden. Weitere Inspektionen seien geplant.

Loewen ist in Bangladesch im Auftrag einer Gruppe von 200 Einzelhändlern tätig, die sich nach dem Einsturz der Rana-Plaza-Fabrik vor zwei Jahren zusammengeschlossen hatten. Bei dem Unglück vor zwei Jahren waren mehr als 1100 Textilarbeiter ums Leben gekommen. Die Tragödie warf ein Schlaglicht auf die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen und die Arbeitsbedingungen in der Branche in Bangladesch.

Das Erdbeben in Nepal war am 25. April auch in Bangladesch zu spüren gewesen. Dort wurden zwei Menschen getötet, zahlreiche Menschen verließen in Panik ihre Wohnhäuser und Büros. Zahlreiche Textilfabriken wurden nach Berichten über Risse geräumt. Etliche Arbeiter wehrten sich dagegen, vor einer Sicherheitsüberprüfung der Gebäude an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren.

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