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Steuerung und Messung von CSR braucht Langzeitperspektive

Messung und Steuerung von CSR und Nachhaltigkeit brauchen einen mehrjährigen Zeithorizont. „Da müssen wir bei vielen Indikatoren weg von einer quartalsweisen oder jährlichen Betrachtungsweise“, so Prof. Reinhard Altenburger von der IMC Fachhochschule Krems, die dazu am vergangenen Mittwoch eine Fachtagung veranstaltete. Die Wirkungsmessung von CSR sei ein wichtiger Schritt bei deren Professionalisierung und zugleich ein Beitrag zu der Akzeptanz einer nachhaltigkeitsorientierten Unternehmensführung, so Altenburger weiter.

Krems (csr-news) – Messung und Steuerung von CSR und Nachhaltigkeit brauchen einen mehrjährigen Zeithorizont. „Da müssen wir bei vielen Indikatoren weg von einer quartalsweisen oder jährlichen Betrachtungsweise“, so Prof. Reinhard Altenburger von der IMC Fachhochschule Krems, die dazu am vergangenen Mittwoch eine Fachtagung veranstaltete. Die Wirkungsmessung von CSR sei ein wichtiger Schritt bei deren Professionalisierung und zugleich ein Beitrag zu der Akzeptanz einer nachhaltigkeitsorientierten Unternehmensführung, so Altenburger weiter.

Bei der Tagung in Krems wurde darüber diskutiert, wie „weiche“ CSR-Faktoren – etwa gesellschaftliches Engagement und dessen Auswirkungen – mit Kennzahlen erfasst werden können. Beispiele dazu wurden aus dem Bereich von Engagementförderung und Corporate Citizenship genannt: Eine Bank stellt Mitarbeiter für Notfalleinsätze bei der Freiwilligen Feuerwehr frei und misst die dafür eingesetzten Stunden. Andere Unternehmen engagieren sich in der Flüchtlingshilfe und erfassen, welche personellen und sachlichen Ressourcen dabei investiert werden. Altenburger: „So wird sowohl nach außen als auch im Unternehmen selbst nachvollziehbar, ob es sich um punktuelle oder überdauernde Engagements handelt.“

Roadmaps und KPIs

Eine langfristige Zeitperspektive braucht ebenso die strategische Verankerung von CSR im Unternehmenskern. Dazu wurde auf der Tagung über die Aufstellung von Roadmaps diskutiert, mit denen Themen, Ressourcen und Zeiträume für die Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien bei Investitionsentscheidungen oder Projekten festgelegt werden. Abermals könnten KPIs – Mess- und Steuerungsgrößen – gebildet werden, etwa für den Personal- und Ressourceneinsatz in Stakeholderdialogen. „Entscheidend sind ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess und die Evaluation einzelner Schritte“, so Altenburger.

An der Tagung der IMC Fachhochschule Krems nahmen 70 Vertreter aus Unternehmen, NGOs und der Wissenschaft aus ganz Österreich teil.

Foto: (v.l.n.r.) Prof.(FH) Dr. Reinhard Altenburger (Professor Department Business mit den Schwerpunkten Strategie, CSR und Innovation, IMC Fachhochschule Krems), Bettina Lorentschitsch MSc, MBA (Obfrau der Bundessparte Handel, Wirtschaftskammer Österreich) , Geschäftsführer der IMC FH Krems Prof. (FH) Dr. Karl Ennsfellner, PD Dr. André Martinuzzi (Leiter des Research Institute for Managing Sustainability, Wirtschaftsuniversität Wien), ), Univ.-Doz. Mag. Dr. Christine Maria Jasch (Prokuristin Climate Change & Sustainability Services, Ernst & Young), DI Herbert Schlossnikl (Vorstandsmitglied, respACT und Vorstand, Vöslauer AG), DI Roman Mesicek, IMC FH Krems Studiengangsleiter Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement
Fotoquelle: IMC FH Krems

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