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Greenpeace: Eltern sind „grüne“ Vorreiter beim Kleiderkauf

Mehr als 80 Prozent der Mütter nutzen auf der Suche nach Kinderkleidung ökologische Alternativen wie Secondhand-Kleidung, Flohmärkte oder Tauschbörsen.


Hamburg (afp) – Eltern sind laut Greenpeace die „grünen“ Vorreiter beim Kauf von Kleidung. Zwar kauft die Mehrheit Kleidung noch neu und konventionell im Internet oder in Ladenketten, wie eine am Freitag in Hamburg veröffentlicht Umfrage im Auftrag der Umweltschutzorganisation zeigt. Mehr als 80 Prozent der Mütter nutzen auf der Suche nach Kinderkleidung zugleich aber auch ökologische Alternativen wie Secondhand-Kleidung, Flohmärkte oder Tauschbörsen.

Insgesamt gaben 58 Prozent der Mütter und 49 Prozent der Väter an, beim Kauf von Kinderkleidung vor allem darauf zu achten, dass diese keine gefährlichen Chemikalien enthält. Auch das Material und die Robustheit der Sachen sind den Eltern wichtig. Der Preis kommt erst an vierter Stelle: Für jede vierte Mutter und jeden fünften Vater ist dies ausschlaggebend. Die Marke spielt bei den allerwenigsten eine Rolle. Das Institut Winkle befragte im Januar rund 450 Mütter und Väter.

„Eltern sind die Vorreiter des alternativen Modekonsums“, erklärte Kirsten Brodde, Textil-Expertin von Greenpeace. Kleidung zu reparieren, zu recyceln oder selbst zu nähen scheitert allerdings meist am vollen Familien-Alltag. Nur ein Drittel der Mütter hat laut Umfrage Interesse, etwa aus alten Stoffen neue Kleider zu nähen.

Eltern konsumieren Mode damit aber immerhin viel fortschrittlicher als Jugendliche. Teenager wissen zwar um umweltschädlichen Chemikalieneinsatz und Ausbeutung in der Textilindustrie. Kaufen wollen sie aber trotzdem vor allem das neueste, schickste und billigste Teil, wie eine andere Greenpeace-Umfrage vor kurzem ergab.

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