Nachrichten

Die Schweiz ist umweltbewusster geworden

Laut der Studie Univox Umwelt 2014 des Markt- und Sozialforschungsinstitut gfs-zürich ist das Umweltbewusstsein in der Schweiz deutlich gewachsen. Demnach betrachten sich 57 Prozent der Schweizer Bevölkerung als überdurchschnittlich umweltbewusst.

Zürich (csr-news) > Laut der Studie Univox Umwelt 2014 des Markt- und Sozialforschungsinstitut gfs-zürich ist das Umweltbewusstsein in der Schweiz deutlich gewachsen. Demnach betrachten sich 57 Prozent der Schweizer Bevölkerung als überdurchschnittlich umweltbewusst. Die in Zusammenarbeit mit dem WWF Schweiz entstandene Studie sieht vor allem den Klimawandel als wichtiges Thema der Bürger und zwar von Anhängern sämtlicher Parteien. Fast drei Viertel der 1009 befragten Schweizer sind der Meinung, dass deutlich mehr für den Klimaschutz unternommen werden müsste. Für eine Mehrheit (51 Prozent dafür, 23 Prozent dagegen) sollte die Schweiz gar den Anspruch haben, das klimafreundlichste Land Europas zu werden.

Mehr staatlicher Umweltschutz

Dem Klimawandel wird also der Kampf angesagt, und die meisten sehen jeden Einzelnen in der Verantwortung dafür. Doch fällt die Umsetzung im Alltag mit freiwilligen Maßnahmen alleine nicht allen leicht. Rund ein Drittel fährt weniger Auto und gerade mal rund ein Fünftel spart zu Hause Strom und Heizöl. Groß ist dafür die Unterstützung für mehr staatliche Klimaschutzmaßnahmen. So wird auch die Energiewende klar positiv eingeschätzt: Für die meisten Menschen ist die Energiewende nicht nur eine gute Idee, sondern ein umsetzbares Ziel. 15 Prozent erwarten Nachteile für die Wirtschaft, während 44 Prozent die Energiewende als wirtschaftlich vorteilhaft einschätzen. „Für eine Mehrheit sind Umweltschutz und wirtschaftliches Wohlergehen offenbar kein Gegensatz“, sagt Andreas Schaub, Geschäftsführer von gfs-zürich. „Die Energiewende wird gar als wirtschaftliche Chance wahrgenommen.“

Verantwortung für künftige Generationen

Ganz generell unterstützt die Bevölkerung sämtliche abgefragten staatlichen Maßnahmen für den Umweltschutz, insbesondere fürs Energiesparen und zum Schutz des Bodens. Als Grund nennen die Menschen die Sorge um große Umweltbelastungen, die Liebe zur Natur und die Verantwortung für künftige Generationen. Als wichtigste Probleme neben dem Klimawandel werden der hohe Ressourcenverbrauch generell sowie die Kernkraft wahrgenommen. „Die Univox Studie macht Mut“, sagt Thomas Vellacott, CEO WWF Schweiz. „Denn die Studie zeigt, dass die Bevölkerung oft umweltfreundlicher denkt als die politischen Entscheidungsträger.“