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Apple überzeugt im neuen Green Energy Index von Greenpeace

Seit mehreren Jahren untersucht Greenpeace USA aus welchen Quellen amerikanische Internetunternehmen die Energie für ihre Server beziehen. Greenpeace will die großen Akteure zur hauptsächlichen Nutzung erneuerbarer Energiequellen bewegen. In den vergangenen Jahren konnte die Umweltschutzorganisation erste Erfolge verbuchen, weil sich Apple und Facebook dazu verpflichtet haben, vollständig auf erneuerbare Energie umzusteigen. Im aktuellen Click Clean Report sind es unter anderem diese beiden Unternehmen, die das Ranking anführen.

Washington (csr-news) > Seit mehreren Jahren untersucht Greenpeace USA aus welchen Quellen amerikanische Internetunternehmen die Energie für ihre Server beziehen. Der Energiehunger des Internet ist immens und nimmt immer weiter zu, geschätzte 20 Prozent pro Jahr. Vor allem das Video-Streaming verursacht schon heute rund 60 Prozent des Datenverkehrs. Ein weiterer Treiber sind mobile Endgeräte, deren Datenverkehr schon bald den kabelgebundenen übertrifft. Wäre das Internet ein Land, so wäre es der sechstgrößte Energieverbraucher der Welt.

Amazon wenig transparent

In den vergangenen Jahren konnte die Umweltschutzorganisation erste Erfolge verbuchen, weil sich Apple und Facebook dazu verpflichtet haben, vollständig auf erneuerbare Energie umzusteigen. Im aktuellen Click Clean Report sind es unter anderem diese beiden Unternehmen, die das Ranking anführen. Schon mit deutlicherem Abstand folgen Google und Yahoo. Insbesondere Apple konnte in allen untersuchten Bereichen die beste Wertung erhalten und wurde von Greenpeace inzwischen sogar als Vorreiter einer notwendigen Entwicklung bezeichnet. Das Unternehme betreibt alle Rechenzentren zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen, hauptsächlich Solarenergie und Windkraft. Bei Facebook, Google und Yahoo ist der Anteil regenerativer Energiequellen schon deutlich geringer, liegt aber deutlich über dem Wettbewerb. Zu den Verlierern beim Thema Transparenz gehört Amazon. Zwar hat das Unternehmen ebenfalls angekündigt, auf erneuerbare Energiequellen umzusteigen, der Fortschritt lässt sich bislang aber nicht überprüfen.

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Quelle: Greenpeace USA – Click Clean Report 2015

Google als wichtiger Akteur

Microsoft liegt im Mittelfeld, unter anderem, weil die grüne Energieversorgung mit dem rasanten Ausbau der Cloud-Dienst nicht Schritt halten kann. Zwar hat auch Microsoft einen klimaneutralen Betrieb seiner Rechenzentren angekündigt und auch erste wichtige Schritte dahin unternommen, derzeit ist das Unternehmen aber noch stark auf den Zukauf von Kompensationszertifikaten angewiesen. Laut Greenpeace scheint eine sinnvolle Strategie zu fehlen, deshalb sei Microsoft deutlich hinter Apple und Google platziert. Auch beim Thema Transparenz kann der Software-Konzern nur bedingt überzeugen. Obwohl Microsoft großen Wert auf Reports legt, beispielsweise zum CDP oder zur Unternehmensverantwortung, würden zu wenig Details zur Energieversorgung veröffentlicht. Ganz im Gegenteil dazu würde Google sehr offen und umfangreich über seine Energiestrategie zum klimaneutralen Serverbetrieb berichten. Entsprechend hält Greenpeace das Unternehmen für einen wichtigen Akteur, weil Google durch seinen Einkauf und seine Investitionen konsequent die eigene Unternehmensstrategie umsetzt, aber auch durch politische Interessenvertretung hilft, das grüne Internet voranzubringen.

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Quelle: Greenpeace USA – Click Clean Report 2015

Der Click Clean Report 2015 im Internet.