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Hendricks sieht Klimakonferenz von Paris als Startpunkt

„Heute wissen wir besser, wie ein Klimapaket aussehen müsste, dem auch die USA und China zustimmen können, und das trotzdem die Klimaziele erreichbar macht“, sagte die Ministerin der „Stuttgarter Zeitung“.

Stuttgart (afp) – Vor Beginn des Petersberger Klimadialogs in Berlin hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vor überzogenen Erwartungen an die Klimakonferenz in Paris Ende des Jahres gewarnt. „Paris wird nicht der Schlusspunkt, sondern hoffentlich der Start zu einem langen, gemeinsamen Weg in eine klimaneutrale Weltwirtschaft“, sagte Hendricks der „Stuttgarter Zeitung“ (Samstagsausgabe). Beim Gipfel von Kopenhagen vor fast sechs Jahren, „glaubten viele noch an den Big Bang, mit dem man das Weltklimaproblem ein für alle Mal lösen könnte“, sagte Hendricks. Dies sei aber nicht möglich.

„Heute wissen wir besser, wie ein Klimapaket aussehen müsste, dem auch die USA und China zustimmen können, und das trotzdem die Klimaziele erreichbar macht“, sagte die Ministerin der „Stuttgarter Zeitung“. Sie erhoffe sich vom Gipfel von Paris im Dezember eine Einigung auf ein Klimaabkommen, das der Beginn „eines Klima-Marathonlaufs“ sein könne. „Wir tun alles für eine Einigung“, versicherte die Umweltministerin.

Beim Treffen der G-7-Klimaminister am kommenden Dienstag will Hendricks Druck auf Kanada und Japan machen, die als einzige der sieben großen Industrienationen ihre Ziele zur Verminderung von Kohlendioxid noch nicht dem UN-Klimasekretariat gemeldet haben. „Ich werde das ansprechen“, sagte Hendricks. „Denn in der Tat müssen die G-7 mit gutem Beispiel vorangehen.“ In Berlin findet von Sonntag bis Dienstag der sechste Petersberger Klimadialog statt, bei dem Regierungsvertreter aus 35 Ländern den Klimagipfel Ende des Jahres in Paris vorbereiten wollen.