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Los Angeles erhöht Mindestlohn auf 15 Dollar pro Stunde bis 2020

Der Stadtrat hatte acht Monate lang über die Mindestlohnerhöhung diskutiert und drei Untersuchungen über die Auswirkungen in Auftrag gegeben.

Los Angeles (afp) – Die Stadt Los Angeles erhöht den Mindestlohn. Ab Juli kommenden Jahres soll der Stundenlohn von derzeit neun Dollar schrittweise angehoben werden, bis auf 15 Dollar (14 Euro) im Jahr 2020, wie der Stadtrat am Dienstag beschloss. Das Gesetz gilt für Firmen mit mehr als 26 Beschäftigten: ab 2021 auch für Firmen mit weniger Mitarbeitern. Im Stadtrat stimmten 14 Mitglieder für den höheren Mindestlohn, dagegen nur ein Mitglied.

Von der Entscheidung profitierten 700.000 Menschen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, sagte Stadtrat Paul Kerkorian nach der Sitzung. Sein Kollege Mike Bonin betonte, mit dem Gesetz ziehe Los Angeles in den Kampf gegen ein Krebsgeschwür der Stadt, die Armut.

Der Stadtrat hatte acht Monate lang über die Mindestlohnerhöhung diskutiert und drei Untersuchungen über die Auswirkungen in Auftrag gegeben. Der Republikaner Mitchell Englander, der gegen die Erhöhung gestimmt hatte, erklärte nach der Sitzung, er fürchte den Verlust von Arbeitsplätzen.

An der Westküste haben bereits mehrere Kommunen die schrittweise Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Dollar pro Stunde beschlossen. Erst Mitte April hatten tausende Menschen in zahlreichen Städten dafür demonstriert. Die US-Regierung sieht einen Mindestlohn von 7,25 Dollar vor. Präsident Barack Obama hatte den Mindestlohn auf zehn Dollar pro Stunde anheben wollen, scheiterte dabei aber am Widerstand der Republikaner. Viele Bundesstaaten und Kommunen haben allerdings eigene Mindestlöhne.

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