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Inspektoren erklären zwei Textilfabriken in Bangladesch für sicher

Zwei Jahre nach dem Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza sind die ersten beiden Textilfabriken in Bangladesch von westlichen Inspektoren für sicher erklärt worden.

Dhaka (afp) – Zwei Jahre nach dem Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza sind die ersten beiden Textilfabriken in Bangladesch von westlichen Inspektoren für sicher erklärt worden. Die Besitzer der zwei Fabriken am Rande der Hauptstadt Dhaka hätten alle Auflagen zur Arbeitssicherheit erfüllt, teilte am Donnerstag die Organisation Accord mit. Sie arbeitet im Auftrag von rund 200 meist europäischen Modekonzernen an der Verbesserung der Arbeitssicherheit in den Textilfabriken des Landes.

Accord-Leiter Brad Loewen erklärte, die beiden sicheren Fabriken seien ein „Meilenstein“ für die Textilindustrie des Landes. Gewerkschaften dagegen kritisierten, es dauere zu lange, bis alle Fabriken den Sicherheitsstandards entsprechen.

Beim Einsturz des Rana-Plaza-Komplexes am 24. April 2013 waren 1138 Textilarbeiter ums Leben gekommen. Ermittlungen zufolge stürzte das Gebäude unter dem Gewicht illegal errichteter Stockwerke und schwerer Maschinen ein. Zahlreiche westliche Firmen hatten dort Kleider nähen lassen. Sie versprachen nach dem Unglück, nicht nur die Entlohnung, sondern auch die Arbeitsbedingungen zu verbessern.

Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind bislang 2500 der rund 4500 Textilfabriken des Landes auf ihre Sicherheit hin untersucht worden. Geprüft wurden etwa die Feuerschutzvorrichtungen und die elektrischen Leitungen.


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