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G-7 regen Verhaltenskodex für Banker an

Als Konsequenz aus zahlreichen Skandalen bei Finanzinstituten haben sich die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen (G-7) für einen Verhaltenskodex für Banken ausgesprochen.

Dresden (afp) – Als Konsequenz aus zahlreichen Skandalen bei Finanzinstituten haben sich die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen (G-7) für einen Verhaltenskodex für Banken ausgesprochen. Solch ein Kodex wäre „wünschenswert“, sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann am Freitag zum Abschluss des G-7-Ministertreffens in Dresden. Deshalb hätten die Teilnehmer den Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) „ermutigt“, mit der Ausarbeitung solch eines Regelwerks zu beginnen.

„Es geht um nichts anderes als eine Selbstverpflichtung der Finanzindustrie, und diese Selbstverpflichtung sollte angesichts der grenzüberschreitenden Tätigkeit der Banken einem globalen Ansatz folgen“, führte Weidmann aus. Er räumte zugleich aber auch ein, dass einer Regulierung Grenzen gesetzt seien, da es am Ende um „persönliche Integrität und angemessenes Verhalten“ gehe. Fehlverhalten von Bankern sei jedoch eine Belastung für das Eigenkapital der Kreditinstitute und deren Widerstandsfähigkeit.

Der Ausschuss für Finanzstabilität ist ein informelles Gremium, das dazu beitragen soll, Schwächen der internationalen Finanzmärkte zu bekämpfen. Es ist aus dem Forum für Finanzstabilität (FSF) hervorgegangen, das 1999 auf Initiative der G-7 gegründet wurde.

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