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Französische Umweltministerin zieht gegen Nutella zu Felde – und rudert danach zurück

„Man muss aufhören, Nutella zu essen“ – mit einem Aufruf gegen den beliebten Schoko-Brotaufstrich hat Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal für Aufsehen gesorgt.

Paris (afp) – Frankreichs Umweltministerin Ségolène Royal hat nach ihrem Aufruf zum Boykott von Nutella zurückgerudert. „Ich bitte wegen der Polemik über Nutella tausend Mal um Entschuldigung“, erklärte die sozialistische Politikerin am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter. Royal hatte am Montagabend in einer TV-Sendung dazu aufgerufen, kein Nutella mehr zu essen. Zur Begründung führte sie an, dass für die Produktion der Nutella-Zutat Palmöl Waldflächen gerodet würden. „Das richtet beträchtliche Schäden an.“

In Italien, der Heimat des Nutella-Produzenten Ferrero, führte der Boykott-Aufruf zu empörten Reaktionen. Royals italienischer Amtskollege Gian Luca Galletti nannte ihre Äußerungen am Mittwoch „erstaunlich“ und erklärte über Twitter: „Ségolène Royal soll Italiens Produkte in Ruhe lassen. Heute Abend: Brot und Nutella.“ Ein italienischer Abgeordneter sprach von einer „hässlichen und schweren Entgleisung Frankreichs“.

In Frankreich kritisierte die Vereinigung für nachhaltiges Palmöl die Äußerungen der Umweltministerin. Die Bemühungen für den nachhaltigen Anbau von Ölpalmen würden von der französischen Regierung nicht wertgeschätzt, erklärte die Vereinigung.

Kommentar

  • Dieser Kommentar ist doch unsinnig. Ich werfe Nutella vor, die Rohstoffe in Bezug auf Umweltschäden zu überdenken, unterstütze jedoch jegliche Kraftstoffförderung und Verbrauch, obwohl mit Alternativen bekannt sind.

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