Agenturmeldung Nachrichten

20 Milliarden Dollar für erneuerbare Energien in Indien

Der japanische Mobilfunkanbieter SoftBank teilte mit, gemeinsam mit dem taiwanischen Elektronikkonzern Foxconn und der indischen Mobilfunkfirma Bharti Enterprises umgerechnet 17,6 Milliarden Euro zum Bau von Wind- und Solaranlagen investieren zu wollen.

New Delhi (afp) – Eine Unternehmensgruppe will 20 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien in Indien investieren, das bisher vor allem auf umweltschädliche Kohlekraftwerke setzt. Der japanische Mobilfunkanbieter SoftBank teilte am Montag in Neu Delhi mit, gemeinsam mit dem taiwanischen Elektronikkonzern Foxconn und der indischen Mobilfunkfirma Bharti Enterprises umgerechnet 17,6 Milliarden Euro zum Bau von Wind- und Solaranlagen investieren zu wollen. Damit sollen 20 Gigawatt Strom produziert werden – derzeit liegt die Leistung von Windrädern und Solaranlagen in Indien bei 4,1 Gigawatt.

„Mit dieser Partnerschaft wollen wir einen Marktführer für saubere Energie gründen, um Indiens Wachstum mit sauberen und erneuerbaren Energiequellen zu befeuern“, erklärte der Softbank-Gründer Masayoshi Son. Demnach will seine Firma, die in Japan bereits bei der Errichtung von Solarkraftwerken aktiv ist, im Rahmen der neugegründeten Firma SBG Cleantech bei der Produktion von Solaranlagen in Indien helfen.

In Indien gebe es doppelt so viel Sonne wie in Japan, während die Kosten für Arbeit und Land nur halb so hoch seien, sagte Son dem Sender CNBC TV18. Die Effizienz der Erzeugung von Solarstrom werde daher vier Mal so hoch wie in Japan sein. Der Zeitplan für die Umsetzung der Pläne hänge davon ab, wie schnell die Behörden die erforderlichen Genehmigungen erteilten und das nötige Land erworben werden könne, sagte Son.

Die indische Regierung von Ministerpräsident Narendra Modi hat den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Priorität erklärt. Bisher stammen 60 Prozent des Stroms im Land aus Kohlekraftwerken. Bis 2022 will die Regierung die Strommenge aus erneuerbaren Energien auf 100 Gigawatt steigern. Damit soll nicht nur den ständigen Stromausfällen begegnet werden, sondern rund 300 Millionen Menschen sollen auch erstmals mit Strom versorgt werden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar