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Geflügelhalter können sich ab Juli für Tierwohl-Initiative bewerben

Die Registrierungsphase für Hähnchen- oder Putenmastbetriebe laufe bis zum 28. Juli.

Bonn (afp) – Ab dem 1. Juli können sich auch Geflügelproduzenten für die Tierwohl-Initiative zur Verbesserung der Tierhaltung in deutschen Betrieben bewerben. Die Registrierungsphase für Hähnchen- oder Putenmastbetriebe laufe bis zum 28. Juli, teilte die Initiative am Freitag in Bonn mit. Neben Betrieben in Deutschland können sich auch Produzenten im Ausland dafür bewerben.

Die Tierwohl-Initiative sieht vor, dass Bauern, die freiwillig bestimmte Tierschutzmaßnahmen ergreifen, finanziell unterstützt werden. Das Geld dafür stammt aus einem Fonds, in den Einzelhändler seit Anfang dieses Jahres einzahlen. Ein sogenannter Tierwohl-Beitrag von vier Cent pro verkauftem Kilogramm Fleisch bei einem teilnehmenden Händler wandert in den Fonds.

Die Initiative startete im April zunächst für Schweinehalter. Von rund 4600 Betrieben, die sich beworben hatten, konnte nur knapp die Hälfte berücksichtigt werden. Der Deutsche Bauernverband forderte deshalb, die Mittel für die Initiative zu erhöhen.

Tierschützer hatten die Initiative in der Vergangenheit kritisiert. So bemängelte der Deutsche Tierschutzbund etwa, dass das Vorhaben nicht unbedingt zu einem höheren Tierschutzniveau führe und Fleisch aus teilnehmenden Betrieben zudem für Verbraucher nicht gekennzeichnet werde.