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Allianz lehnt Sportler-Tarife mit Fitness-Apps ab

„So verlockend das für manchen klingen mag, so falsch ist der Ansatz“, so die Chefin der Allianz Krankenversicherung, Birgit König.

Berlin (afp) – Der private Krankenversicherer Allianz lehnt Angebote ab, bei denen Kunden die regelmäßigen Sport über eine Fitness-App nachweisen, einen günstigeren Tarif erhalten. „So verlockend das für manchen klingen mag, so falsch ist der Ansatz“, schrieb die Chefin der Allianz Krankenversicherung, Birgit König, in einem Beitrag für die Düsseldorfer „Wirtschaftswoche“. Sie wertete auch die damit verbundene Datenerhebung von den Kunden als unverhältnismäßig.

Statistiken zufolge ließen sich nur höchstens 2,5 Prozent der Gesundheitsausgaben in einem Land auf mangelnde Bewegung zurückführen, argumentierte König. „Wenn wir optimistisch annehmen, dass dieser Wert durch Fitness-Apps um zehn Prozent gesenkt werden kann – kann das ein Grund sein, um Daten von Kunden zu erheben?“, begründete sie ihre Zweifel.

Die Versicherung Generali bietet seit 2014 in Deutschland einen Tarif an, bei dem Kunden mit gesunder Lebensweise Rabatte oder Geschenke erhalten. König wies darauf hin, wenn es fair zugehen solle, müssten auch Risiken sportlicher Betätigung in die Kalkulation einfließen. Bei einem Läufer-Tarif gebe es dann einen anderen Beitrag als bei einem Radfahrer-Tarif. So kleinteilige Kollektive seien jedoch nicht sinnvoll.

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