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Arbeitgeber fordern Rechtssicherheit für Flüchtlinge in Ausbildung

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fordert mehr Rechtssicherheit für junge Flüchtlinge, die in Deutschland eine Ausbildung absolvieren.

Berlin (afp) – Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) fordert mehr Rechtssicherheit für junge Flüchtlinge, die in Deutschland eine Ausbildung absolvieren. Die dazu von der Koalition vergangene Woche beschlossene Reform des Bleiberechts sei unzureichend, sagte BDA-Präsident Ingo Kramer der Zeitung „Die Welt“ (Montagsausgabe). „Es ist weiterhin nicht gewährleistet, dass junge Flüchtlinge während der Ausbildung nicht abgeschoben werden können.“

Kramer rief die Bundesregierung auf, das neue Gesetz zu ergänzen, „damit mehr junge Flüchtlinge den Sprung in die Ausbildung schaffen und die Integration in Deutschland gelingen kann“. Geduldete Flüchtlinge müssten bundesweit einheitlich einen gesicherten Aufenthaltsstatus während der gesamten Berufsausbildung erhalten. Sie müssten auch dann ihre Ausbildung beenden können, wenn das Abschiebehindernis zwischenzeitlich entfallen sollte. Auch im Anschluss an die Ausbildung solle ihr Aufenthalt für weitere zwei Jahre Berufspraxis gesichert werden.

Derzeit scheuen sich viele Unternehmen, Flüchtlinge als Auszubildende einzustellen, weil sie fürchten müssen, dass die jungen Menschen diese nicht abschließen können. Die umstrittene Bleiberechtsreform sieht für viele Betroffene einen besseren Aufenthaltsstatus vor, allerdings auch erleichterte Abschiebungen für abgelehnte Asylbewerber. Ein garantiertes Bleiberecht für die Dauer der Ausbildung sieht das Gesetz nicht vor.

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