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Von der Umwelthauptstadt Europas zu nachhaltigen Olympischen Spielen

Im Wettbewerb um die Ausrichtung für die Olympischen Sommerspiele 2024 hat Hamburg nun einen ersten Blick in das Bewerbungskonzept gewährt. Und das setzt, als Fortsetzung der europäischen Umwelthauptstadt 2011, voll auf Nachhaltigkeit. Eckpfeiler des Konzepts sind der Klimaschutz, eine sozial vielfältige Nachnutzung der OlympicCity, der sparsame Umgang mit Ressourcen während der Spiele und der Blick auf globale Lieferketten und nachhaltige Beschaffung.

Hamburg (csr-news) > Im Wettbewerb um die Ausrichtung für die Olympischen Sommerspiele 2024 hat Hamburg nun einen ersten Blick in das Bewerbungskonzept gewährt. Und das setzt, als Fortsetzung der europäischen Umwelthauptstadt 2011, voll auf Nachhaltigkeit. Eckpfeiler des Konzepts sind der Klimaschutz, eine sozial vielfältige Nachnutzung der OlympicCity, der sparsame Umgang mit Ressourcen während der Spiele und der Blick auf globale Lieferketten und nachhaltige Beschaffung.

Das olympische Dorf, OlympicCity genannt, soll zum Schaufenster für Nachhaltigkeit werden und auch über die Spiele hinaus Maßstäbe setzen, beispielsweise für energieeffizientes Bauen oder modernes Abfallmanagement. In der Nutzung nach den Spielen soll auf dem Gelände „Kleine Grasbrook“ ein lebendiger Stadtteil entstehen mit Herz für Menschen unterschiedlicher Herkunft, Studenten und jungen Unternehmen. „Hamburg geht mit dem Versprechen kompakter, grüner und nachhaltiger Spiele ins Bewerber-Rennen um die Olympischen Spiele 2024“, so Umweltsenator Jens Kerstan. „Wir wollen zeigen, dass die Nachhaltigkeit – ökologisch, sozial und wirtschaftlich – den entscheidenden Ausschlag geben kann für Hamburgs Erfolg“.

Klimaneutrale Spiele

So sollen die Olympischen Spiele 2024 in der norddeutschen Hafenstadt auf jeden Fall klimaneutral sein. Beispielsweise ist während der Spiele eine autofreie Innenstadt geplant. Überall wo es möglich ist sollen CO2-Emissionen vermieden werden, darüber hinaus wird kompensiert. Derzeit wird in Projektgruppen mit Gutachtern, Experten und Dialogpartnern ein Nachhaltigkeitskonzept für die Hamburger Olympia-Bewerbung erarbeitet. Der jetzt vorgestellte Ansatz stellt die Eckpunkte eines Bewerbungskonzepts dar, bis September wird noch weiterentwickelt. Aktuell werden noch Gutachten zu einzelnen Nachhaltigkeitsaspekten erstellt. „Wir wollen nicht Olympische Spiele für Hamburg machen, sondern für die Welt“, so Kerstan. „Aber auch unabhängig von der Olympia-Bewerbung wollen wir die nachhaltige Entwicklung Hamburgs ambitioniert voranbringen.“

Faire Bedingungen in der Lieferkette

Neben den ökologischen Aspekten soll es auch fair und soziale zugehen. Vom Flutlicht über Fassaden, von Sitzschalen bis hin zum VIP-Shuttle und zum Eintrittskarten-Drucker. Für die Olympischen Spiele müssten in den unterschiedlichsten Bereichen Millionen-Investitionen getätigt werden und dabei soll es nicht nur billig zugehen. Kerstan: „Wir blicken über den Hamburger Tellerrand hinaus und wollen bei der Beschaffung und bei den globalen Lieferketten auf faire Bedingungen und Umweltfreundlichkeit achten“. Schließlich, so die Organisatoren, hätte Hamburg schon wertvolle Erfahrungen in der Organisation nachhaltiger Großveranstaltungen gesammelt. „Wer Nachhaltigkeit ernst nimmt, muss die gesamte Wertschöpfungskette anschauen und beeinflussen. Das fängt beim Einkauf an und geht bis weit hinein in die Lieferketten bis hin zu den sozialen und ökologischen Standards bei Geschäftspartnern und Produzenten. Wenn Hamburg mit dem DOSB hier ansetzt, kann das die Chance für faire, grüne und bescheidene Spiele sehr erhöhen“, so Johannes Merck, Dialogkreis Nachhaltigkeit und Direktor Corporate Social Responsibility Otto Group.

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