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Bundesregierung soll Arbeitnehmerrechte durchsetzen

Berlin (csr-news) > Bei Unternehmen an denen der Bund beteiligt ist, soll sich die Bundesregierung nach Auffassung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, verstärkt für Arbeitnehmerrechte einsetzen. Wie die Gewerkschaft mitteilte, hat sie sich mit einer entsprechenden Petition an die Bundesregierung gewandt. Darin heißt es, dass Unternehmen mit Bundesbeteiligung an allen Standorten ihrer Auslandsgesellschaften und -beteiligungen die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie die OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen einhalten müssen.

Die Gewerkschaft nennt beispielhaft die US-Tochter der Deutschen Telekom. Laut ver.di drohten Beschäftigten, die sich beim Unternehmen T-Mobile USA für Arbeitnehmerrechte einsetzen, häufig Mobbing oder gar die Kündigung. Schikanen und Demütigungen für diejenigen, die sich offen für Gewerkschaften engagieren, seien an der Tagesordnung. Gegenüber der Nachrichtenagentur afp wies die Deutsche Telekom die Vorwürfe zurück: „Wir respektieren überall auf der Welt, wo wir tätig sind oder Anteile haben, Arbeitnehmerrechte. Und zwar ohne Wenn und Aber.“ Die Beschäftigten bei T-Mobile USA streiten für ihr Recht, sich in der Gewerkschaft Communications Workers of America (CWA) zu organisieren.

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