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Luftverschmutzung kostet Frankreich jährlich 100 Milliarden Euro

Die Luftverschmutzung kostet Frankreich einem Bericht zufolge Jahr für Jahr mehr als 100 Milliarden Euro. Ein Untersuchungsausschuss des französischen Senats bezifferte die durch Luftverschmutzung verursachten Kosten am Mittwoch auf jährlich 101,3 Milliarden Euro. Den Großteil – bis zu 97 Milliarden Euro – machen dabei Kosten aus, die durch Krankheiten und vorzeitigen Tod entstehen.

Paris (afp) > Die Luftverschmutzung kostet Frankreich einem Bericht zufolge Jahr für Jahr mehr als 100 Milliarden Euro. Ein Untersuchungsausschuss des französischen Senats bezifferte die durch Luftverschmutzung verursachten Kosten am Mittwoch auf jährlich 101,3 Milliarden Euro. Den Großteil – bis zu 97 Milliarden Euro – machen dabei Kosten aus, die durch Krankheiten und vorzeitigen Tod entstehen. Auf 4,3 Milliarden Euro belaufen sich demnach die Kosten unter anderem durch schlechtere Ernten und die Beschädigung von Gebäuden.

Die Autoren des Berichts sprechen von einer “wirtschaftlichen Absurdität” und schlagen unter anderem vor, Steuern auf schädliche Abgase zu erheben. Gefordert werden auch höhere Steuern auf Diesel, bei dessen Verbrennung gefährlicher Feinstaub entsteht.

Der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge sind Feinpartikel in Frankreich für jährlich 42.000 Todesfällen verantwortlich. Weil in bestimmten Gebieten Frankreichs Grenzwerte für die Feinstaubbelastung nicht eingehalten werden, ist das Land bereits ins Visier der EU-Kommission geraten.

Die grüne Senatorin Leila Aïchi, die den Vorsitz über den Ausschuss innehatte, hält die Kosten von rund 100 Milliarden sogar noch für “weit unterschätzt”. Die Forschung zu dem Thema sei in Frankreich noch unzureichend. Sie erklärte, ein besserer Umweltschutz könne auch eine “wirtschaftliche Chance” sein.