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Neue Daten für 2013 – Wie viele Schadstoffe setzen Betriebe frei?

Unternehmen die bestimmte Mindestmengen bei Schadstoffemissionen und Abfällen überschreiten, müssen diese an das Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister (PRTR) melden. Im Berichtsjahr 2013 waren rund 5.100 Betriebe davon betroffen. Deren Daten sind nun ausgewertet und wurden vom Umweltbundesamt veröffentlicht.

Dessau (csr-news) > Unternehmen die bestimmte Mindestmengen bei Schadstoffemissionen und Abfällen überschreiten, müssen diese an das Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister (PRTR) melden. Im Berichtsjahr 2013 waren rund 5.100 Betriebe davon betroffen. Deren Daten sind nun ausgewertet und wurden vom Umweltbundesamt veröffentlicht.

Luftschadstoff Nummer 1 sind in Deutschland die Ammoniakemissionen, die hauptsächlich durch die Intensivtierhaltung verursacht werden. Die Schadstoffe im Abwasser gehen hauptsächlich aufs Konto der Lebensmittel- und Chemischen Industrie. Und größter CO2-Emittent ist die Energiewirtschaft. Das ergibt sich aus der Auswertung der PRTR-Daten für das Jahr 2013, die jetzt auf der Website thru.de veröffentlicht wurden. Von den 5.166 berichtspflichtigen Unternehmen, mussten etwa 93 Prozent schon im Vorjahr ihre Schadstoffemissionen melden. Insgesamt 377 Betriebe fielen aus der Berichtspflicht heraus, während 386 neu hinzukamen. Die meisten berichtspflichtigen Betriebe kommen aus NRW, Niedersachsen und Bayern.

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Quelle: PRTR-Daten 2013

In Thru.de wird zwischen sechs sogenannten Kompartimenten unterschieden: Freisetzung in Luft, in Wasser oder in Boden, Verbringung von in Abwasser enthaltenen Schadstoffen und Entsorgung von gefährlichem und nicht gefährlichem Abfall. Der größte Teil der Betriebe, nämlich rund 83 Prozent, sind aufgrund ihrer Abfallmengen Berichtspflichtig. Wie sich aus den Meldedaten ergibt, entsorgen etwa zwei Drittel aller Betriebe jährlich mehr als 2 Tonnen gefährliche Abfälle. Der Anteil der Unternehmen die aufgrund ihrer Schadstoffemissionen berichtspflichtig sind, liegt bei rund 30 Prozent.

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Quelle: PRTR-Daten 2013

Für das Berichtsjahr 2013 haben insgesamt 1.505 PRTR-Betriebe Luftemissionen gemeldet, hauptsächlich Ammoniak, von denen über 600 dem Bereich der Intensivtierhaltung zuzuordnen sind. Innerhalb der Branche Intensivtierhaltung machen die Schweinemastbetriebe, die mindestens 2.000 Mastschweine (ab 30 Kilogramm Gewicht) halten und den gesetzlich festgelegten Schwellenwert von 10 Tonnen Ammoniak pro Jahr überschreiten, mit knapp über 50 Prozent den Hauptanteil aus. Mit 6.000 Tonnen pro Jahr stellen sie auch den höchsten Anteil der in die Luft freigesetzten Ammoniak-Emissionen

Innerhalb der Branche Abfall- und Abwasserbewirtschaftung stellen die Deponien, die eine Aufnahmekapazität von über 10 Tonnen pro Tag oder einer Gesamtkapazität von über 25.000 Tonnen vorweisen sowie die kommunalen Abwasserbehandlungsanlagen mit einer Leistung von 100.000 Einwohnergleichwerten (EW) den Hauptanteil berichtspflichtiger Betriebe dar. Für den an Position drei stehenden Energiesektor sind es die Wärmekraftwerke und andere Verbrennungsanlagen mit über 50 Megawatt (MW) Leistung, die mit 85 Prozent den Hauptanteil meldender PRTR-Betriebe haben.