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Vorstandsgehälter leicht gestiegen

Mit einem Plus von 1,5 Prozent sind die Gehälter der DAX-Vorstände im vergangenen Jahr geringer gewachsen, als die durchschnittlichen Bruttolöhne. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München (TUM).

München (csr-news) > Mit einem Plus von 1,5 Prozent sind die Gehälter der DAX-Vorstände im vergangenen Jahr geringer gewachsen, als die durchschnittlichen Bruttolöhne. Zu diesem Ergebnis kommt die jährliche Studie der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) und der Technischen Universität München (TUM). Die Vergütung orientiert sich allerdings immer weniger an der Leistung der Vorstände: 2014 setzte sich der Trend fort, leistungsabhängige Vergütungen durch Fixgehälter zu ersetzen.

Die Vorstände der DAX-30-Unternehmen verdienten im Jahr 2014 im Schnitt 3,4 Millionen Euro und damit das 54-Fache des Durchschnittsgehalts eines Angestellten der DAX-Unternehmen. Anders als im Vorjahr stiegen allerdings die Bruttolöhne der Angestellten mit 3,8 Prozent stärker als die Vorstandsgehälter mit 1,5 Prozent. Diese blieben auch hinter der Gewinnentwicklung im DAX (plus 6,8 Prozent) zurück. 2013 waren die Vergütungen der Vorstände noch um 4 Prozent gestiegen, obwohl die Gewinne der Unternehmen um 2 Prozent geschrumpft und die Löhne der Angestellten nur um 1,4 Prozent gewachsen waren.

„Möglicherweise hat die gesellschaftliche Debatte um die Bezahlung von Top-Managern zu dieser moderaten Entwicklung beigetragen“, sagt Prof. Gunther Friedl vom Lehrstuhl für Controlling der TUM. „Anreize sinken, sich am langfristigen Wohl des Unternehmens auszurichten“ Ein anderer Trend hat sich dagegen verfestigt: Während derjenige Teil der Vergütung, der an den Aktienkurs des jeweiligen Unternehmens gekoppelt ist, durchschnittlich um 11,1 Prozent sank, stiegen die festgelegten Gehälter um 4,9 Prozent. Ihr Anteil an der Gesamtvergütung betrug damit im Schnitt 30,5 Prozent. Schon im Vorjahr hatte die Entwicklung der fixen Anteile wesentlich zum Anstieg der Vergütungen beigetragen.

„Für die Anteilseigner und damit die Eigentümer, die die Gehälter zahlen müssen, spielt die absolute Höhe der Vorstandsgehälter oft nur eine zweitrangige Rolle“, sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. „Wichtiger ist, dass die Gehaltsentwicklung die Geschäftsentwicklung widerspiegelt. Steigende Gehälter bei sinkenden Erträgen führen in der Regel zu intensiven Diskussionen auf den Hauptversammlungen. Dann ist etwas faul im System.“

 

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