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Bisher 146 Ermittlungsverfahren wegen Mindestlohnverstößen

In 146 Fällen hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in der ersten Jahreshälfte einem Bericht zufolge Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen den gesetzlichen Mindestlohn eingeleitet.

Berlin (csr-news) – In 146 Fällen hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit in der ersten Jahreshälfte einem Bericht zufolge Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen den gesetzlichen Mindestlohn eingeleitet. Knapp 25.000 Prüfungen seien im gleichen Zeitraum bei Arbeitgebern erfolgt, um die Einhaltung der Mindestlohnregeln zu kontrollieren, berichtete der „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe) unter Berufung auf die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Abgeordneten Manfred Zöllmer (SPD).

Die meisten Arbeitgeberprüfungen fanden demnach in Bayern (5381), Nordrhein-Westfalen (4568), Baden-Württemberg (2706) und Niedersachsen (2195) statt. Die meisten Verfahren wegen Mindestlohnverstoßes wurden in Baden-Württemberg (31) eingeleitet, gefolgt von Bayern (20), Hessen (18), Nordrhein-Westfalen (15) und Brandenburg (zwölf).

Welche Branchen unter die Lupe genommen wurden, lässt sich laut „Tagesspiegel“ aus den Angaben des Ministeriums nur teilweise aufschlüsseln. Schwerpunkte bei den Prüfungen lagen demnach im Baugewerbe (41 Prozent der geprüften Arbeitgeber), im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe (15 Prozent), im Speditions-, Transport- und damit verbundenem Logistikgewerbe (sechs Prozent) sowie im Bereich der Gebäudereinigung (drei Prozent).

Der gesetzliche Mindestlohn muss seit Jahresbeginn gezahlt werden. Er beträgt 8,50 Euro pro Stunde.