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Generali kauft Datenanalyse-Firma

Die italienische Versicherungsgruppe Generali hat eine auf Datenanalyse spezialisierte britische Firma gekauft. Der Konzern kündigte an, es werde in London ein „Telematik-Zentrum“ einrichten und die Datenanalyse schrittweise auch auf andere Bereiche ausdehnen – etwa im Gesundheitsbereich oder bei Versicherungen gegen Einbrüche und Diebstahl.

Milan (Italien) – Die italienische Versicherungsgruppe Generali hat eine auf Datenanalyse spezialisierte britische Firma gekauft. MyDriveSolutions gehöre zu den „führenden Unternehmen“ bei der Analyse von Daten zum Fahrverhalten, teilte Generali am Donnerstag mit. Für Generali biete sich so die Möglichkeit, „innovative Produkte“ für Autofahrer anzubieten: Kfz-Versicherungen, deren Tarif sich nach dem Fahrstil richtet.

MyDriveSolutions wertet Daten aus, die eine eigens im Auto installierte Blackbox oder das Smartphone des Fahrers aufzeichnen. Die britische Firma war erst 2010 gegründet worden und hat bislang nur elf Mitarbeiter. Generali kündigte an, es werde in London ein „Telematik-Zentrum“ einrichten und die Datenanalyse schrittweise auch auf andere Bereiche ausdehnen – etwa im Gesundheitsbereich oder bei Versicherungen gegen Einbrüche und Diebstahl.

Generali will im kommenden Jahr in Deutschland ein „verhaltensbasiertes Versicherungsmodell“ anbieten, eine Fitness-App: Krankenversicherte lassen sich durch spezielle Handy-Programme überwachen und bekommen als Belohnung für eine gesunde Lebensführung Rabatte. Datenschützer reagierten alarmiert.

Einen „Telematik-Tarif“ für Kfz-Versicherte plant hierzulande die HUK Coburg, und zwar ab 2016. Derzeit werden nach früheren Angaben des Unternehmens die dafür notwendigen Geräte getestet.