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USA beklagen mangelnden Kampf gegen Menschenhandel in vielen Ländern

Die USA haben Russland, Thailand, dem Iran und einer Reihe anderer Länder mangelnden Einsatz gegen Menschenhandel vorgeworfen.

Washington (afp) – Die USA haben Russland, Thailand, dem Iran und einer Reihe anderer Länder mangelnden Einsatz gegen Menschenhandel vorgeworfen. Das US-Außenministerium bezeichnete Menschenhandel in einem am Montag veröffentlichten Bericht als „moderne Sklaverei“. Auch Libyen, Syrien, Jemen, Nordkorea, Venezuela, der Südsudan und Simbabwe setzen demnach die internationalen Standards im Kampf gegen Menschenschmuggler ungenügend um.

Dagegen konnten sich Malaysia und Kuba in der US-Liste verbessern. Die Regierung in Havanna habe mit „anhaltenden Polizeiaktionen“ die Verschleppung von Frauen zur sexuellen Ausbeutung eindämmen können, heißt es in dem Bericht. Das verbesserte Urteil aus Washington fügt sich ein in die jüngsten Annäherungen zwischen Kuba und den USA. Nach mehr als einem halben Jahrhundert nahmen beide Länder in der vergangenen Woche wieder diplomatische Beziehungen auf.

Die US-Regierung geht von 20 Millionen Opfern von Menschenhandel weltweit aus. „Menschenhandel ist eine Beleidigung der menschlichen Würde und ein Angriff auf die Freiheit“, schrieb Außenminister John Kerry in dem Vorwort zu dem Bericht. Die meisten westlichen Länder greifen nach Auffassung des Außenministeriums in Washington vorbildlich gegen Menschenhandel durch.

Der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge verdienen Schmugglerbanden mit Zwangsarbeit und sexueller Ausbeutung jährlich 150 Milliarden Dollar (136 Milliarden Euro). Davon würden alleine 99 Milliarden Dollar auf Zwangsprostitution entfallen.

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