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Arbeitgeber wollen Zuwanderung von gesuchten Fachkräften erleichtern

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) will die Einwanderung von gesuchten Fachkräften nach Deutschland erleichtern. BDA-Präsident Ingo Kramer sprach sich am Donnerstag in Berlin unter anderem dafür aus, entsprechend qualifizierten Ausländern mit einem Interesse an sogenannten Mangelberufen den Aufenthalt bereits während der Suche nach einem Arbeitsplatz zu erlauben. Bislang müssen sie schon vor einer Einreise ein konkretes Jobangebot vorweisen. Die BDA sprach sich auch für eine vergleichbare Option für Ausländer aus, die eine Ausbildung in einem „Mangelberuf“ anstreben.

Berlin (afp) – Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) will die Einwanderung von gesuchten Fachkräften nach Deutschland erleichtern. BDA-Präsident Ingo Kramer sprach sich am Donnerstag in Berlin unter anderem dafür aus, entsprechend qualifizierten Ausländern mit einem Interesse an sogenannten Mangelberufen den Aufenthalt bereits während der Suche nach einem Arbeitsplatz zu erlauben. Bislang müssen sie schon vor einer Einreise ein konkretes Jobangebot vorweisen. Die BDA sprach sich auch für eine vergleichbare Option für Ausländer aus, die eine Ausbildung in einem „Mangelberuf“ anstreben.

Mit ihren in einem Positionspapier zusammengefassten Vorschlägen an den Gesetzgeber will der Verband die aktuell bereits für ausländische Akademiker geltenden Regeln künftig auch auf Fachkräfte und Ausbildungsinteressierte ausweiten, um Deutschland für qualifizierte Migranten auch aus dem Nicht-EU-Ausland attraktiver zu machen. EU-Bürger können ohnehin jederzeit nach Deutschland kommen und arbeiten.

Angesichts einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung sehen die Arbeitgeberverbände Zuwanderung schon länger als unverzichtbar an, um den Bedarf der Wirtschaft an Arbeitskräften weiterhin zu decken. Sie wollen daher die Einwanderungsoptionen für diejenigen verbessern, die in sogenannten Mangelberufen arbeiten wollen. Das sind jene Sektoren, in denen es teils schon heute nicht genügend geeignete inländische Bewerber gibt. Das gilt etwa für die Pflegebranche, aber auch für bestimmte gewerbliche und handwerkliche Bereiche. So fehlen unter anderem Klempner, Bauelektriker und Automatisierungstechniker.

Nach den Vorstellungen der BDA sollen die erweiterten Zuzugsregeln für qualifizierte „Potenzialträger“ unter dem Begriff „Talentcard“ zusammengefasst und im Ausland beworben werden, damit potenzielle Kandidaten davon auch erfahren. Die Wirtschaft sieht Deutschland in der Frage der Arbeitsmigration in wachsender Konkurrenz zu anderen Industrieländern mit ähnlichen demografischen Problemen.

Kramer erklärte, schon heute trage die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland zu „mehr Wachstum und Wohlstand für alle“ bei. Der Bedarf der Unternehmen an qualifizierten Fachkräften bleibe auch weiterhin hoch.

Seine Vorschläge sieht der BDA zugleich als Beitrag zur Entschärfung der Situation bei den Asylbewerberzahlen, die zuletzt stark gestiegen waren. Unter den Menschen, die Asylanträge stellten, seien viele, die zwar keine Chance auf eine Bewilligung hätten, aber eine Arbeit in Deutschland suchten und auf dem Arbeitsmarkt gebraucht würden, erklärte Kramer. Bessere Möglichkeiten für die Zuwanderung von Fachkräften könnten Arbeitsmigration und humanitäre Zuwanderung sinnvoll voneinander entflechten.

Die Eckpunkte der BDA zur „Potenzialzuwanderung“ >> im Internet
http://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/PP-PotZuwanderung.pdf/$file/PP-PotZuwanderung.pdf

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