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Simbabwe verbietet Import von Altkleidern

Simbabwes Wirtschaft ist am Boden. Sehr viele Einwohner des Landes sind bitterarm.

Harare (afp) – Der südafrikanische Staat Simbabwe verbietet den Import von Second-Hand-Kleidungsstücken. Finanzminister Patrick Chinamasa kündigte am Donnerstagabend an, alle Altkleiderimporte würden künftig beschlagnahmt und zerstört. Diese Regelung trete ab September in Kraft. Chinamasa begründete das Verbot mit der Gesundheitsgefahr, die von gebrauchten Kleidern ausgehe.

Die Regierung reagiert auf Vorwürfe der Abgeordneten Priscilla Misihairabwi-Mushonga: Sie hatte vergangene Woche im Parlament eine Damen-Unterhose geschwenkt und kritisiert, dass die armen Frauen im Land sich nur gebrauchte Unterwäsche leisten könnten.

Finanzminister Chinamasa wies die Kritik zurück: Er erklärte, dass die Altkleider trotz hoher Importzölle ins Land kämen. Sie stammen aus Mosambik und Sambia, aber auch aus Altkleiderspenden aus Europa.

Simbabwes Wirtschaft ist am Boden. Sehr viele Einwohner des Landes sind bitterarm. Bereits 2012 hatte der damalige Finanzminister Tendai Biti ein Verbot von Altkleiderimporten gefordert und dies mit gesundheitlichen Risiken und dem Verweis auf die Würde des Menschen begründet.

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