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Fast alle Schweinehalter erfüllen Kriterien für Tierwohl-Initiative

Die erste Kontrollrunde von Schweinehaltern, die sich für die Brancheninitiative Tierwohl beworben haben, ist nahezu beendet.

Bonn (csr-news) – Die erste Kontrollrunde von Schweinehaltern, die sich für die Brancheninitiative Tierwohl beworben haben, ist nahezu beendet. Rund 94 Prozent der Mastbetriebe hätten die Kontrollen bestanden und könnten nun Geld erhalten, teilte die Initiative in der zurückliegenden Woche in Bonn mit. Prüfer von neutralen Zertifizierungsstellen haben demnach fast alle der rund 4600 Betriebe überprüft. 125 Schweinehalter erfüllten die geforderten Kriterien demnach nicht.

Bei der Tierwohl-Initiative werden Bauern, die freiwillig bestimmte Tierschutzmaßnahmen ergreifen, finanziell unterstützt werden. Das Geld dafür stammt aus einem Fonds, in den Einzelhändler seit Anfang dieses Jahres einzahlen. Ein sogenannter Tierwohl-Beitrag von vier Cent pro verkauftem Kilogramm Fleisch bei einem teilnehmenden Händler wandert in den Fonds.

Die Prüfer in den Schweinemastbetrieben kontrollierten den Angaben zufolge zum Beispiel, ob die Betriebe eine ausreichende Anzahl von Tränken für ihre Schweine zur Verfügung stellen, ob das Trinkwasser bestimmte Anforderungen erfüllt oder in welchem Zustand die Stallböden sind. Schweinehalter, die die Checks bestanden haben, bekommen nun drei Jahre lang Geld aus dem Fonds. Ihre Betriebe werden aber weiterhin durch unangekündigte Kontrollen überprüft.

Vom 1. bis zum 28. Juli konnten sich auch Geflügelproduzenten für die Tierwohl-Initiative bewerben. Wie viele Betriebe hier Interesse angemeldet haben, ist noch nicht bekannt.