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Knapp 900 Geflügelhalter für Tierwohl-Initiative zugelassen

Sie wollen ab Oktober das Geflügel in ihren Ställen tiergerechter halten und sollen im Gegenzug mehr Geld für das Fleisch bekommen.

Bonn (csr-news) – Knapp 900 Betriebe, die Hähnchen oder Puten mästen, sind bei der Tierwohl-Initiative zugelassen worden. Sie wollen ab Oktober das Geflügel in ihren Ställen tiergerechter halten und sollen im Gegenzug mehr Geld für das Fleisch bekommen. Das Interesse an der Teilnahme war groß, wie die Initiative in Bonn am Montag mitteilte. Angemeldet hätten sich binnen vier Wochen mehr als 1400 Betriebe aus dem In- und Ausland.

Die Initiative, getragen von Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel, zahlt Hähnchenmastbetrieben einen Aufschlag von zwei Cent pro Kilo, Putenmastbetrieben bis zu vier Cent pro Kilo, wenn sie die Kriterien erfüllen – etwa den Tieren mehr Platz geben oder „bepickbares Beschäftigungsmaterial“. Das Geld stammt aus einem Fonds, in den Einzelhändler seit Beginn des Jahres einzahlen.

Die Wirtschaft will mit der Initiative „Missständen vorbeugen und das Vertrauen der Verbraucher in ihre Produkte stärken“. Das erste Geflügelfleisch aus Tierwohl-Betrieben soll es ab Herbst zu kaufen geben; insgesamt 8,3 Millionen Puten und 247 Millionen Hähnchen jährlich soll es bis zur Schlachtung besser ergehen.

Bereits „ab Sommer“ dieses Jahr soll Schweinefleisch aus Tierwohl-Betrieben in den Handel kommen, heißt es auf der Seite der Initiative. Für Schweinehalter war die Initiative früher gestartet; rund 4600 Betriebe meldeten sich, rund 2100 mit jährlich zwölf Millionen Schweinen wurden zugelassen und sind auch schon kontrolliert worden. Die Initiative verspricht regelmäßige und unangekündigte Kontrollen.

Weitere Informationen unter www.initiative-tierwohl.de