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zfwu: Schlüsselelemente einer nachhaltigen Entwicklung: Haltungen, Bildung, Netzwerke

Ausgabe 16/1 der Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu), hrsg. von Bettina Hollstein (Erfurt), Sandra Tänzer (Erfurt) und Alexander Thumfart (Erfurt)

Nachhaltigkeit stellt heute ein weithin unumstrittenes Ziel auf globaler, regionaler, lokaler wie auch unternehmerischer Ebene dar, wie die vielfältigen Absichts- und Selbstverpflichtungserklärungen eindrücklich belegen. Unklar bleibt dabei allerdings häufig, wie dieses Ziel erreicht werden soll, wie eine solche allgemeine Wertvorstellung in Normen artikuliert, angeeignet und in konkreten Entscheidungs- und Handlungskontexten umgesetzt werden kann. Aus diesem Grund steht dieses Heft unter der Themenstellung „Schlüsselelemente einer nachhaltigen Entwicklung: Haltungen, Bildung, Netzwerke“.

Die darin versammelten Beiträge untersuchen aus verschiedenen Perspektiven diese Thematik und geben Hinweise für eine Verknüpfung des Nachhaltigkeitsdiskurses und der Debatten um Bildung für nachhaltige Entwicklung mit wirtschaftsethischen Fragestellungen in theoretischer wie in praktischer Perspektive.
Im Hauptbeitrag dieser Ausgabe heben Uwe Schneidewind (Wuppertal) und Mandy Singer-Brodowski (Berlin) das große Potential von Reallaboren und Realexperimenten als Kern transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung sowie Motor gesellschaftlicher Transformationsprozesse hervor.

Hierzu wirft Bettina Hollstein (Erfurt) in ihrem Korreferat weitere Fragen bezüglich Ungeklärtem und Noch-zu-Erfoschendem am Konzept der Realexperimente auf. Georg Müller-Christ, Anna Katharina Liebscher und Gitta Hußmann (Bremen) befassen sich in ihrem Beitrag mit der Rolle von Bildungsprozessen für die Vermittlung von Nachhaltigkeit in wirtschaftlichen Kontexten. Mit dem Thema der „Gier“, also bestimmten Haltungen, die für wirtschaftsethisches Handeln auch mit Bezug zur Nachhaltigkeit von zentraler Bedeutung sind, beschäftigt sich Hermann Sautter (Göttingen). Seine Thesen werden von Ingo Pies (Halle) in einem kritischen Korreferat mit einem Verweis auf die orthogonale Positionierung der Ordonomik hinterfragt. In ihrem stark praxisorientierten Beitrag analysieren Eva Wascher und Fabienne Theis (Alfter) die Vermittlung und Verbindung wissenschaftlicher Lernmethodik einer Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel des Lernangebotes „Nachhaltige Geldanlage“.

Jana-Michaela Timm (Lüneburg) untersucht in ihrem Dissertationsvorhaben anschließend die Rolle einer Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Transformation von personalem Handeln und (langfristig) möglicherweise der Gesellschaft. Abschließend enthält die Ausgabe zwei Rezensionen: Carsten Dethlefs (Wrohm) stellt Alexander Lorchs Buch „Freiheit für alle. Grundlagen einer neuen Sozialen Marktwirtschaft“ einem Alternativkonzept gegenüber. Hermann Sautter (Göttingen) unterstreicht die Aktualität von John Stuart Mill anhand des von Hans G. Nutzinger, Herwig Unnerstall und Gotlind Ulshöfer herausgegebenen Sammelbandes „Ökonomie Nach-Denken. Zur Aktualität von John Stuart Mill“.

Das Editorial und das Inhaltsverzeichnis sind online abrufbar unter: http://www.zfwu.de

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Kontakt:
Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu)
Prof. Dr. Thomas Beschorner, thomas.beschorner@unisg.ch
Webseite: http://www.zfwu.de