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OBI stoppt Verkauf von Kleintieren

Die Baumarktkette OBI will zukünftig keine Kleintiere mehr in ihren Baumärkten verkaufen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen auch in den Franchisemärkten keine Kleintiere mehr angeboten werden. Hintergrund ist eine aktuelle Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA. Im Rahmen einer Kampagne hatten die Tierschützer die Beendigung des Verkaufs von Kleintieren gefordert und innerhalb weniger Tage rund 50.000 Unterschriften für eine entsprechende Petition einsammeln können.

Stuttgart/Wermelskirchen (csr-news) > Die Baumarktkette OBI will zukünftig keine Kleintiere mehr in ihren Baumärkten verkaufen. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen auch in den Franchisemärkten keine Kleintiere mehr angeboten werden. Hintergrund ist eine aktuelle Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA. Im Rahmen einer Kampagne hatten die Tierschützer die Beendigung des Verkaufs von Kleintieren gefordert und innerhalb weniger Tage rund 50.000 Unterschriften für eine entsprechende Petition einsammeln können.

Als Reaktion auf diese Kampagne gab OBI bekannt, den Verkauf von Kleintieren in Baumärkten nicht zu unterstützen. Man betreibe ein anderes Kerngeschäft und hätte sich deshalb bereits vor Jahren dazu entschlossen, keine Kleintiere mehr zu verkaufen, so Sergio Giroldi, CEO von OBI. Von den über 580 OBI Märkten weltweit würden nur in 15 von Franchisepartnern geführten OBI Märkten in Deutschland die betroffenen Kleintiere aktuell noch verkauft. Doch auch damit soll jetzt Schluss sein. Der veranlasste Ausstieg aus dem Verkauf gelte sowohl für die eigenen Märkte, als auch für die Franchisepartner. „Wir tun das auf Basis der vertraglichen Beziehungen und in einem intensiven Dialog mit unseren Franchisepartnern. OBI setzt alles daran, dass unverzüglich auch in den entsprechenden Franchisepartnermärkten keine Kleintiere mehr angeboten werden“, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Tierquälerische Bedingungen in überfüllten Käfigen

PETA begrüßt die Entscheidung von OBI und fordert nun andere tierverkaufende Branchengrößen auf, nachzuziehen. PETA-Ermittler hatten zuvor in einer aufwändigen Recherche aufgedeckt, dass ein großer Teil der Tiere, die im Handel verkauft werden, aus Massenzuchtanlagen stammt, in denen sie unter tierquälerischen Bedingungen in überfüllten Käfigen oder winzigen Plastikboxen „produziert“ würden, und zwar tausende Meerschweinchen, Hamster, Kaninchen, Ratten und Mäuse. Die Videos der Recherche zeigen zentimeterhohe Fäkalien in den Ställen, verwesende Tierleichen und Kannibalismus unter den Tieren. „Wir freuen uns, dass OBI Herz zeigt und das brutale Geschäft mit der ‚Ware Tier‘ nicht mehr unterstützt“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland. „Wir werden nun verstärkt auf andere Unternehmen zugehen, damit der Handel mit Tieren bald der Vergangenheit angehört“. Zahlreiche Prominente wie der Musiker Thomas D hatten sich zuvor an der Protestaktion beteiligt.

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