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Rewe verzichtet ab 2017 auf Fleisch unbetäubt kastrierter Schweine

Die Rewe-Gruppe verbannt ab 2017 Frischfleisch ihrer Eigenmarken aus den Supermarktregalen, das von unbetäubt kastrierten Schweinen stammt. Dies habe der Konzern am Dienstag seinen Vertragslieferanten mitgeteilt, erklärte die Rewe-Gruppe, zu der auch die Discountkette Penny gehört, am Dienstag in Köln. Die für die Tiere „schmerzhafte Prozedur“ passe nicht mehr in die heutige Zeit. Es gebe bereits „alternative Methoden“.

Köln (csr-news) > Die Rewe-Gruppe verbannt ab 2017 Frischfleisch ihrer Eigenmarken aus den Supermarktregalen, das von unbetäubt kastrierten Schweinen stammt. Dies habe der Konzern am Dienstag seinen Vertragslieferanten mitgeteilt, erklärte die Rewe-Gruppe, zu der auch die Discountkette Penny gehört, am Dienstag in Köln. Die für die Tiere „schmerzhafte Prozedur“ passe nicht mehr in die heutige Zeit. Es gebe bereits „alternative Methoden“. Der Konzern geht nach eigenen Angaben derzeit nicht davon aus, dass das Fleisch durch die Entscheidung teurer wird.

Nach Angaben des Tierschutzbundes werden in Deutschland jährlich mehr als 20 Millionen männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert, um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern. Das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt diese Praxis noch bis 2019.

Der Deutsche Bauernverband reagierte mit Unverständnis auf die Ankündigung des Handelskonzerns. Er forderte vielmehr eine stärkere Unterstützung der branchenübergreifenden Initiative Tierwohl. Dies sei „der naheliegendste Weg zur Verbesserung der Tierwohlstandards in der Schweinehaltung“, erklärte der Verband. Der Kriterienkatalog der Initiative erhalte bereits den Verzicht auf die betäubungslose Kastration. Die Rewe-Gruppe beteiligt sich bereits an der Initiative.