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Nachhaltigkeitsranking der Wirtschaftskammer Österreich

Aufbauend auf 58 Einzelrankings verschiedener Indikatoren – von Abfall und Ressourcen über Energie, Klima, Wasser, Luftreinhaltung, Mobilität, biologische Vielfalt bis zu Umweltmanagement – bewertet die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) alle zwei Jahre die Umweltsituation Österreichs im Vergleich der EU-Mitgliedstaaten.

Wien (csr-news) > Aufbauend auf 58 Einzelrankings verschiedener Indikatoren – von Abfall und Ressourcen über Energie, Klima, Wasser, Luftreinhaltung, Mobilität, biologische Vielfalt bis zu Umweltmanagement – bewertet die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) alle zwei Jahre die Umweltsituation Österreichs im Vergleich der EU-Mitgliedstaaten. Bislang war man im Österreich vom eigenen Handeln überzeugt, doch in diesem Jahr musste man Schweden und Dänemark den Vortritt lassen.

WKÖ-Experte Christoph Haller: „Österreich hat durchwegs viele Stärkefelder im europäischen Vergleich. Der anhaltende Erfolg Österreichs beim Ranking basiert einerseits auf den seit Jahrzehnten hohen Umweltstandards und Umweltbewusstsein, die in weiten Bereichen über den europäischen Durchschnitt liegen, andererseits auf der hohen Kompetenz der Betriebe im Bereich Umweltmanagement und Umwelttechnik. Die stetige Verringerung der Umweltbelastungen bei steigender Produktion ist für die österreichische Wirtschaft erfreulicher Weise immer mehr zur Normalität geworden.“

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Highlights sind die Wertungen zum betrieblichen Umweltmanagement, zur Nutzung erneuerbaren Energiequellen, zum CO2-Ausstoß pro BIP, zur Luftreinhaltung im Verhältnis zum BIP, aber auch zur biologischen Landwirtschaft. Grundsätzlich zeige sich die Umweltsituation in Österreich auch nach anderen, international anerkannten, Rankings in einer guten Verfassung. „Wir sind immer noch Umweltmusterland, doch bei uns ist der Umweltschutz seit vielen Jahren schon auf hohem Niveau und macht daher in Vergleich zu Ländern mit Nachholbedarf hier keine großen Sprünge. Dort und da gibt es jedoch auch in Österreich Verbesserungspotenziale“, so Haller. Schwächen hat Österreich zum Beispiel bei sogenannten Distance-to target-Wertungen, also bei Indikatoren, die messen, wie Österreich in Bezug auf mittelfristige von der Politik fixierte Energie- und Umweltziele unterwegs ist. „So hat Österreich etwa bei den EU-2020-Zielen im Klimaschutz und auch bei den Luftschadstoffemissionen Herausforderungen zu bewältigen“, so Haller.

Stetig sinkende Förderungen gefährden Umweltmusterland Österreich

Mittel- und langfristig sieht Stephan Schwarzer, Leiter der WKÖ-Abteilung Umweltpolitik, das insgesamt hervorragende Abschneiden Österreichs durch die stetig sinkenden Förderungen und damit auch Investitionen im Umweltbereich gefährdet. „Wir haben in Österreich ein gut entwickeltes Umweltfördersystem – nun aber hat eine Erosion bei den Mitteln eingesetzt. So wird Österreich seine hochgesteckten Klimaziele nicht erreichen können“, kritisiert Schwarzer. So wurde der Klimafonds von zuvor (2008 – 2010) 150 Millionen um gut 20 Prozent „gestutzt“, und für die Gebäudesanierung standen für 2015 und 2014 nur mehr 80 Millionen zur Verfügung – um 20 Prozent weniger als noch vor 2 Jahren. Folge: Viele Projekte müssen warten oder werden gar nicht mehr eingereicht.