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Ex-Ministerin Schröder fordert späteren Unterrichtsbeginn

Die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat einen späteren Unterrichtsbeginn an Schulen gefordert und dafür zunächst ein Pilotprojekt an Oberstufen angeregt. Auch Wissenschaftler halten den derzeit üblichen Arbeits- und Lebensrhythmus nicht für sinnvoll und gesundheitsverträglich.

Berlin (afp) > Die frühere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat einen späteren Unterrichtsbeginn an Schulen gefordert und dafür zunächst ein Pilotprojekt an Oberstufen angeregt. „Wenn wir an den Oberstufen eine Stunde später mit dem Unterricht beginnen, wären wir schon ziemlich weit“, sagte Schröder der „Welt am Sonntag“. Aber auch für Grundschulen wäre ein Schulstart von neun Uhr erwägenswert.

Da ein Arbeitsbeginn um 9.00 Uhr sehr verbreitet sei, würde „ein gemeinsames Frühstück mit einem späteren Schulstart wahrscheinlicher“, argumentierte Schröder. „Und auch abends wäre es etwas weniger Stress, weil die Kinder nicht so früh ins Bett müssten“. Die CDU-Politikerin forderte die Eltern auf, in diese Richtung aktiv zu werden.

Auch Wissenschaftler halten den derzeit üblichen Arbeits- und Lebensrhythmus nicht für sinnvoll und gesundheitsverträglich. „Die Arbeitszeiten stimmen für fast keinen mehr“, zitierte die „WamS“ den Chronobiologen Till Roenneberg von der Universität München. Er forderte demnach, in Schule und Universität sollten Prüfungen generell nicht mehr vor 11.00 Uhr stattfinden.