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FAZ: Gewerkschaft: Schwerbehindertenabgabe muss steigen

Die Schwerbehindertenabgabe für Unternehmen müsse nach Auffassung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) drastisch steigen, schreibt die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe.

Berlin (csr-news) > Die Schwerbehindertenabgabe für Unternehmen müsse nach Auffassung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) drastisch steigen, schreibt die FAZ in ihrer heutigen Ausgabe. Bisher sind 115 bis 290 Euro im Monat fällig, wenn ein Unternehmen gegen die gesetzliche Vorgabe verstößt, mindestens fünf Prozent ihrer Stellen mit behinderten Menschen zu besetzen. Künftig sollten die Abgaben bis auf 750 Euro steigen, so die Forderung des DGB in einem Positionspapier zum bevorstehenden Gesetzgebungsverfahren für eine Reform sozialstaatlicher Unterstützungsleistungen für Behinderte.

Rund 26 Prozent der vom Gesetz erfassten Unternehmen würden keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigen, schreibt die FAZ mit Bezug auf das Positionspapier. Wie die Zeitung weiter schreibt, seien rund 1,3 Millionen Schwerbehinderte erwerbstätig, das entspricht 41 Prozent der Schwerbehinderten im Erwerbsalter. Für die Arbeitgeber sei eine höhere Abgabe dagegen kein geeignetes Mittel, um mehr Schwerbehinderten eine Chance auf dem regulären Arbeitsmarkt zu verschaffen. Sie verweisen auf die rund 18.000 Schwerbehinderten, die arbeitslos gemeldet sind, also weniger als die derzeit 255000 unbesetzten Pflichtarbeitsplätze.