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DIHK-Chef beklagt schwierige Suche nach Auszubildenden

Wenige Tage vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen viele Betriebe noch immer nach Lehrlingen. „In den letzten 20 Jahren war es für Unternehmen noch nie so schwer, ihre offenen Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Frankfurt (afp) > Wenige Tage vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres suchen viele Betriebe noch immer nach Lehrlingen. „In den letzten 20 Jahren war es für Unternehmen noch nie so schwer, ihre offenen Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Es würden voraussichtlich knapp 40.000 der offiziell gemeldeten Plätze unbesetzt bleiben, sagte Schweitzer. Darüber hinaus gebe es eine hohe Dunkelziffer von Betrieben, die wegen mangelnder Erfolgsaussichten gar nicht mehr alle unbesetzten Stellen meldeten. Das neue Lehrjahr beginnt am 1. September.

Nach einer DIHK-Umfrage unter den Mitgliedsbetrieben, aus der die Zeitung zitierte, konnten 32 Prozent der Unternehmen schon im Vorjahr nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Dies seien fast drei Mal so viele wie noch zehn Jahre zuvor. Als Gründe nannte Schweitzer vor allem den demografischen Wandel, aber auch die gute Wirtschaftslage und den wachsenden Wunsch der Schulabgänger nach einer akademischen Ausbildung.

Als Konsequenz stellten sich der Umfrage zufolge drei Viertel der Betriebe mit speziellen Förderprogrammen auch auf leistungsschwächere Jugendliche ein, die früher zum Teil als nicht ausbildungsfähig galten. Jedes zehnte Unternehmen locke mit Zusatzleistungen wie kostenlosem Smartphone, einer Mitgliedschaft im Fitness-Studio oder höherem Verdienst.