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Jeder fünfte Azubi zeigt riskantes Gesundheitsverhalten

Schlafmangel, zu wenig Bewegung und schlechte Ernährung: Mehr als jeder fünfte Auszubildende zeigt ein riskantes Gesundheitsverhalten. Das geht aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten Fehlzeiten-Report des wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK (Wido) hervor. Mehr als die Hälfte der Auszubildenden (56,5 Prozent) berichtet demnach über häufige körperliche Beschwerden, fast jeder Zweite (46,1 Prozent) nennt psychische Probleme. So klagt jeder vierte Azubi über häufige Kopfschmerzen, mehr als jeder fünfte leidet häufig an Rückenschmerzen und Verspannungen. Zudem wird mehr als jeder Dritte von Müdigkeit und Erschöpfung geplagt, jeder Zehnte leidet unter Schlafstörungen.

Berlin (afp) > Schlafmangel, zu wenig Bewegung und schlechte Ernährung: Mehr als jeder fünfte Auszubildende zeigt ein riskantes Gesundheitsverhalten. Das geht aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten Fehlzeiten-Report des wissenschaftlichen Instituts der Krankenkasse AOK (Wido) hervor. Mehr als die Hälfte der Auszubildenden (56,5 Prozent) berichtet demnach über häufige körperliche Beschwerden, fast jeder Zweite (46,1 Prozent) nennt psychische Probleme. So klagt jeder vierte Azubi über häufige Kopfschmerzen, mehr als jeder fünfte leidet häufig an Rückenschmerzen und Verspannungen. Zudem wird mehr als jeder Dritte von Müdigkeit und Erschöpfung geplagt, jeder Zehnte leidet unter Schlafstörungen.

Defizite in puncto Bewegung, Ernährung und Schlaf

Immerhin: Mehr als die Hälfte der Auszubildenden (54,3 Prozent) lebt gesundheitsbewusst und hat kaum körperliche und psychische Gesundheitsbeschwerden. Bei vielen zeigen sich dem Report zufolge aber teilweise Defizite in puncto Bewegung, Ernährung und Schlaf sowie im Umgang mit Suchtmitteln und digitalen Medien.

Ein Viertel der Auszubildenden ist kaum sportlich aktiv (26,1 Prozent). 27 Prozent der Befragten frühstücken nicht regelmäßig, und 15,8 Prozent verzichten auf ein tägliches Mittagessen. Zudem essen 17 Prozent mehrfach pro Woche Fastfood und mehr als die Hälfte greift häufig zu Süßigkeiten. Für problematisch hält der Report auch, dass mehr als ein Drittel der männlichen Azubis und jede vierte weibliche Auszubildende werktags mit weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht die Arbeit antreten. Mehr als zwölf Prozent fühlen sich folglich fast nie oder niemals ausgeruht und leistungsfähig. Darüber hinaus raucht mehr als jeder dritte Azubi, und fast jeder fünfte zeigt einen riskanten Alkoholkonsum, ebenso viele nutzen übermäßig digitale Medien.

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Quelle: Fehlzeiten-Report 2015

Insgesamt gilt mehr als jeder fünfte Auszubildende als gesundheitlich gefährdet. Bei fast jedem zehnten Auszubildenden sieht die Studie sogar schon einen „risikobehafteten“ Gesundheitsstil, bei dem eine ungesunde Lebensweise bereits mit körperlichen und psychischen Beschwerden einhergeht.

Pessimistische Aussichten im Beruf

Auszubildende mit einem riskanten Lebensstil nehmen die Arbeitsbedingungen im Betrieb denn auch insgesamt negativer wahr. Während sich 14,2 Prozent von ihnen nicht angemessen im Betrieb gefordert fühlen, sagen dies bei den gesundheitsbewussteren Auszubildenden nur 5,7 Prozent. Jeder Vierte (28,5 Prozent) der risikobehafteten Befragten sieht die beruflichen Entwicklungschancen pessimistisch, unter den „gesunden“ Auszubildenden sind es mit 12,5 Prozent deutlich weniger. Für den Report wurden Anfang dieses Jahres rund 1300 Auszubildende befragt. Laut AOK ist es die erste repräsentative Studie zum Gesundheitszustand der Azubis in Deutschland.