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Umweltfreundliche und intelligente Automodelle auf der IAA

Umweltfreundliche und vernetzte Modelle werden im Fokus der 66. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt stehen. Vom 19. bis zum 27. September können die Besucher nach Angaben des Veranstalters, dem Verband der Automobilindustrie (VDA) auf 230.000 Quadratmetern mehr als 200 Weltpremieren sehen. Manche Hersteller setzen nicht nur in der Mittelklasse, sondern auch bei Geländewagen auf Hybridfahrzeuge und wollen damit die Nachfrage in Europa weiter ankurbeln.

Frankfurt (afp) > Umweltfreundliche und vernetzte Modelle werden im Fokus der 66. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt stehen. Vom 19. bis zum 27. September können die Besucher nach Angaben des Veranstalters, dem Verband der Automobilindustrie (VDA) auf 230.000 Quadratmetern mehr als 200 Weltpremieren sehen. Manche Hersteller setzen nicht nur in der Mittelklasse, sondern auch bei Geländewagen auf Hybridfahrzeuge und wollen damit die Nachfrage in Europa weiter ankurbeln.

Nach düsteren Jahren und massiven Verkaufsrückgängen ist der Automarkt wieder im Aufwind. Dem europäischen Herstellerverband ACEA zufolge nahmen die Neuanmeldungen im ersten Halbjahr 2015 um gut acht Prozent zu, für das Gesamtjahr werden fünf Prozent Zuwachs erwartet. Sorgen bereitet den Herstellern dagegen China. Nach jahrelangen Expansionsraten im teils zweistelligen Prozentbereich brach der weltgrößte Automarkt dieses Jahr ein, das Marktforschungsunternehmen IHS sagt für 2015 nur noch 1,4 Prozent Wachstum voraus.

 Herausforderung für deutsche Hersteller

Das sei „eine große Herausforderung, besonders für deutsche Hersteller, die sehr vom Wachstum in China profitiert haben“, sagt Marktexperte Flavien Neuvy vom französischen Observatoire Cetelem. Der Autobauer VW, der noch in diesem Jahr Toyota als weltgrößten Produzenten ablösen will, macht 36 Prozent seines Umsatzes in China, General Motors 35 Prozent. Doch gegen dort ansässige Firmen mit ihren deutlich niedrigeren Preisen haben es ausländische Konzerne, Zulieferer und Joint-Ventures zunehmend schwer.

In der Konsequenz besinnen sich einige Hersteller auf der diesjährigen IAA stärker auf die künftige Mobilität in Europa. Und die ist spritsparend: Der Kontinent hat bereits die weltweit strengsten CO2-Emissionsgrenzen, auf der UN-Klimakonferenz im Dezember in Paris könnten die Regeln weiter verschärft werden. Unternehmen wie BMW oder Peugeot reagieren mit neuen Hybridautos, Toyota stellt neben der vierten Prius-Generation auch eine Hybridvariante des Geländewagens RAV4 vor und Audi präsentiert sogar einen SUV mit Elektroantrieb.

Neue Formen der Mobilität 

Doch die Besucher werden auch Geländewagen mit unvernünftigeren Verbrauchswerten zu sehen bekommen, darunter den F-Pace von Jaguar oder Bentleys Nobel-SUV Bentayga. Günstigere Varianten werden VW und Ford mit ihren Modellen Tiguan und Edge zeigen. In der Mittelklasse sollen Opels neuer Astra und der Megane von Renault nach dem Willen ihrer Hersteller dem Platzhirschen und Dauerrenner VW Golf Konkurrenz machen.

Insgesamt präsentieren laut VDA mehr als tausend Aussteller aus 39 Ländern ihre Produkte auf der IAA. 13 Prozent der Ausstellungsfläche sind neuen Formen der Mobilität wie vernetzten Fahrzeugen und dem automatischen Fahren gewidmet. Diese Technologien werden „Autofahren noch sicherer machen, noch komfortabler, noch effizienter“, glaubt der VDA – und prognostiziert, dass in wenigen Jahren drei von vier Neuwagen mit Mobilgeräten oder untereinander vernetzt sein werden. Die vernetzte Mobilität steht auch im Mittelpunkt des G7-Ministertreffens am 16. und 17. September, bei dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) auf der IAA seine Kollegen aus Japan, den USA, Kanada, Großbritannien, Italien und Frankreich empfängt.