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US-Umweltbehörde zwingt Volkswagen zu Rückruf von fast 500.000 Autos

Wegen Verstößen gegen Umweltschutzvorschriften muss der Autobauer Volkswagen in den USA knapp eine halbe Million Autos in die Werkstätten zurückrufen. Der deutsche Konzern habe eine Software entwickelt, die Vorgaben zur Luftverschmutzung zwar bei Tests, nicht aber beim normalen Betrieb der Autos erfülle, teilte die US-Umweltbehörde EPA am Freitag mit.

Washington (afp) > Wegen Verstößen gegen Umweltschutzvorschriften muss der Autobauer Volkswagen in den USA knapp eine halbe Million Autos in die Werkstätten zurückrufen. Der deutsche Konzern habe eine Software entwickelt, die Vorgaben zur Luftverschmutzung zwar bei Tests, nicht aber beim normalen Betrieb der Autos erfülle, teilte die US-Umweltbehörde EPA am Freitag mit. Die betreffenden Vorschriften seien bewusst umgangen worden. Der Behörde zufolge stoßen die betroffenen VW-Fahrzeuge im Ergebnis größere Mengen an Schadstoffen aus als erlaubt. Insgesamt geht es demnach um 482.000 Diesel-Fahrzeuge in den USA, die nun nachgebessert werden sollen. Die EPA sprach in der Mitteilung von einer Technik zur Umgehung der Vorschriften. Dies sei „illegal und gesundheitsgefährdend“, hieß es.

Volkswagen habe bereits eingestanden, dass eine Software eingebaut worden sei, die selbst erkenne, ob Autos behördlichen Tests unterzogen würden oder im Normalbetrieb unterwegs seien, teilte die Behörde weiter mit. Die EPA und eine weitere Behörde im Bundesstaat Kalifornien hätten in der Sache Untersuchungen eingeleitet. Volkswagen gab an, über die Untersuchungen unterrichtet worden zu sein. Das Unternehmen wolle mit den Behörden zusammenarbeiten. „Weitere Kommentare können wir derzeit nicht abgeben“, hieß es. Von der Rückrufaktion sind Diesel-Fahrzeuge der Volkswagen-Modelle Jetta, Beetle und Golf sowie des Audi-Modells A3 seit dem Jahr 2009 betroffen. Hinzu kommt das Volkswagen-Modell Passat seit dem vergangenen Jahr.