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Private Haushalte hatten 2014 Vermögen von 136 Billionen Euro

Das Vermögen der privaten Haushalte in aller Welt hat Ende vergangenen Jahres knapp 136 Billionen Euro betragen. Das waren 7,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie aus dem am Dienstag vorgestellten „Global Wealth Report 2015“ hervorgeht.

München (afp) > Das Vermögen der privaten Haushalte in aller Welt hat Ende vergangenen Jahres knapp 136 Billionen Euro betragen. Das waren 7,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie aus dem am Dienstag in München vorgestellten „Global Wealth Report 2015“ der Allianz hervorgeht. Mit der Summe könnten die Privathaushalte sämtliche Staatsschulden der Welt „ungefähr dreimal tilgen“, heißt es darin. Gleichzeitig übertreffe das Privatvermögen den Wert aller weltweit an einer Börse gelisteten Unternehmen.

Dass sich das Wachstum des Bruttovermögens zum dritten Mal in Folge „sehr robust“ entwickelt habe, liege an den steigenden Sparanstrengungen der Haushalte, heißt es in dem Report. Dies sei ein beinahe globales Phänomen. Sogar die US-Bürger sparten wieder mehr, während das krisengeplagte Europa etwas hinterherhinke.

Die hohe Gesamtsumme dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Vermögen nach wie vor sehr ungleich verteilt seien, erläuterten die Autoren. In den mehr als 50 Ländern, die für den Bericht analysiert worden seien, entfielen durchschnittlich nur etwa fünf Prozent der Vermögenswerte auf die ärmere Bevölkerungshälfte. Langsamer als die Vermögen kletterten dem Bericht zufolge die Schulden der privaten Haushalte. Sie legten 2014 um 4,3 Prozent auf insgesamt 35 Billionen Euro zu. Dies sei der höchste Wert seit Ausbruch der Finanzkrise, was bedeute, dass sich das Schuldenwachstum langsam wieder normalisiere. Insgesamt seien die privaten Haushalte beim Schuldenmachen aber immer noch „sehr vorsichtig“.

Regional fiel das Vermögenswachstum dem Bericht zufolge jedoch sehr unterschiedlich zu. In Europa wuchs das Nettogeldvermögen um 6,2 Prozent, in Asien hingegen um 18,2 Prozent – angetrieben „auch vom rasanten (und teilweise nicht nachhaltigen) Anstieg des Wertpapiervermögens“ vor allem in China, wie es in dem Bericht heißt. Das Nettogeldvermögen errechnet sich aus der Differenz von Bruttogeldvermögen und Verbindlichkeiten.