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Chef von 7-Eleven in Australien tritt wegen Lohndumpings zurück

Der Chef der Einzelhandelskette 7-Eleven in Australien, Warren Wilmot, ist am Mittwoch nach Vorwürfen des systematischen Lohndumpings in den Filialen zurückgetreten.

Sydney (afp) > Der Chef der Einzelhandelskette 7-Eleven in Australien, Warren Wilmot, ist am Mittwoch nach Vorwürfen des systematischen Lohndumpings in den Filialen zurückgetreten. Wilmot habe „kürzlich“ realisiert, in welchem Ausmaß die Angestellten der Franchisenehmer unterbezahlt worden seien, teilte das Unternehmen mit. Er könne nun keine „wichtige Rolle“ mehr in der Führung des Unternehmens bei den anstehenden Änderungen spielen – ein neuer unabhängiger Chef sei „angemessen“.

Medien in Australien hatten vergangenen Monat berichtet, dass in vielen der 620 7-Eleven-Filialen im Land Angestellte weniger als den Mindestlohn bekamen – zum Teil nur die Hälfte. Ihre Gehaltsabrechnungen wurden gefälscht. 7-Eleven setzte eine Kommission unter Leitung des ehemaligen Chefs der australischen Verbraucherschutzorganisation, Allan Fels, ein. Fels erklärte, die Franchisenehmer von 7-Eleven könnten nur überleben, indem sie ihre Angestellten betrögen. Betroffen sind demnach auch viele Studenten aus dem Ausland, die aus Angst vor einer Ausweisung nicht aufzubegehren wagten. 7-Eleven kündigte am Mittwoch an, die um ihren Lohn betrogenen Angestellten würden entschädigt. Dies zahle das Unternehmen selbst, nicht die Franchisenehmer.