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Vergütung der DAX-Aufsichtsratschefs um 2,1 Prozent gestiegen

Die Vergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden der 30 Dax-Konzerne ist in diesem Jahr um 2,1 Prozent gestiegen. Damit erhalten die Chefaufseher der größten deutschen Aktienunternehmen im Durchschnitt 350.800 Euro, wie eine am Mittwoch in Frankfurt am Main veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung Towers Watson ergab. In der Auflistung fehlt der kriselnde Volkswagen-Konzern, da es dort bisher noch keinen Nachfolger des zurückgetretenen Ferdinand Piëch gibt.

Frankfurt (afp) > Die Vergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden der 30 Dax-Konzerne ist in diesem Jahr um 2,1 Prozent gestiegen. Damit erhalten die Chefaufseher der größten deutschen Aktienunternehmen im Durchschnitt 350.800 Euro, wie eine am Mittwoch in Frankfurt am Main veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung Towers Watson ergab. In der Auflistung fehlt der kriselnde Volkswagen-Konzern, da es dort bisher noch keinen Nachfolger des zurückgetretenen Ferdinand Piëch gibt.

Spitzenverdiener unter den Aufsichtsratschefs ist der Studie zufolge Paul Achleitner von der Deutschen Bank mit 808.000 Euro. Es folgen Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme mit 608.000 Euro und BMW-Chefkontrolleur Norbert Reithofer mit 563.700 Euro. Das größte Plus bei den Vergütungen machte Fritz-Jürgen Heckmann, der bei Heidelberger Cement um 61 Prozent auf 244.000 Euro zulegen konnte. Ein Minus um acht Prozent musste Gerd Krick bei Fresenius Medical Care hinnehmen, er bekommt in diesem Jahr laut Towers Watson 179.500 Euro.

Der Untersuchung zufolge verwendet mittlerweile mehr als die Hälfte der Firmen ein festes Vergütungsmodell im Gegensatz zu einer erfolgsabhängigen Entlohnung. Die Unternehmensberatung empfahl, neben einem festen Vergütungsanteil auch langfristige Elemente in die Vergütung einzufügen wie etwa durch eine Anlage in Unternehmensaktien. Falls ein Konzern langfristig nicht erfolgreich sei, solle sich dies auch bei der Bezahlung der Aufsichtsräte widerspiegeln. Die gesetzlich vorgeschriebene Frauen-Quote von mindestens 30 Prozent verfehlte mehr als die Hälfte der Dax-Unternehmen, wie Towers Watson weiter ermittelte. 2015 sei der Frauenanteil leicht von 24 auf 26 Prozent gestiegen. Aktuell fehlen demnach in den Dax-Unternehmen etwa 34 Aufsichtsrätinnen.