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Zehn große Energie-Unternehmen geloben Einsatz gegen Klimawandel

Mit Blick auf den Pariser Weltklimagipfel im November und Dezember haben zehn führende Energie-Unternehmen einen gemeinsamen Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel versprochen. “Wir wollen unseren Teil übernehmen”, versicherten die Chefs der Öl- und Gas-Klimainitiative in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Sie erklärten, dass sie das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf höchstens zwei Grad anerkennen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bezeichnete die Absichtserklärung als nicht glaubwürdig.

Paris (afp) > Mit Blick auf den Pariser Weltklimagipfel im November und Dezember haben zehn führende Energie-Unternehmen einen gemeinsamen Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel versprochen. “Wir wollen unseren Teil übernehmen”, versicherten die Chefs der Öl- und Gas-Klimainitiative in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung. Sie erklärten, dass sie das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf höchstens zwei Grad anerkennen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bezeichnete die Absichtserklärung als nicht glaubwürdig.

An der Initiative sind die Unternehmen BP Group, BP, Eni, Pemex, Reliance Industries, Repsol, Saudi Aramco, Shell, Statoil und Total beteiligt. Die Konzerne gehen davon aus, dass der Anteil von Erdgas an der Energieerzeugung zunimmt und wollen sich für diesen Wandel einsetzen. Darüber hinaus sollen technische Neuerungen und der Verzicht auf das Abfackeln von Erdgas eingesetzt werden. “Technologie kann eine Lösung für die Zukunft sein”, sagte Total-Chef Patrick Pouyanne vor Journalisten in Paris.

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OGCI – Oil- and Gas- Climate Initiative

“Die Öl-Firmen hinter dieser Erklärung haben jahrelang ihre Lobbyarbeit genutzt, um effiziente Klimaarbeit zu untergraben”, erklärte Greenpeace. Die internen Planungen dieser Unternehmen würden “zu einem gefährlichen Ansteigen der Temperaturen” beitragen, nun aber wollten die Unternehmen, dass sie “als die Lösung und nicht als das Problem angesehen” werden.

Der französische Außenminister Laurent Fabius rief derweil dazu auf, bei den UN-Klimaberatungen in Bonn in der kommenden Woche, die den Pariser Gipfel vorbereiten, “große Fortschritte” zu erzielen. Mit den Beratungen in Bonn werde die “Zielgerade” für Paris beschritten, erklärte Fabius. Inzwischen sei es gelungen, den Entwurf für ein Abkommen von 80 auf 20 Seiten zu verkürzen. Die Pariser Konferenz findet vom 30. November bis 11. Dezember statt.

– Die Erklärung der CEOs zum Download.

– Der Report der Initiative “More energy, lower emissions”, mit den geplanten Maßnahmen, zum Download