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Betriebe fordern längere Kita-Öffnungszeiten und bessere Betreuung

Die deutschen Unternehmen fordern längere Kita-Öffnungszeiten sowie mehr und besser qualifiziertes Personal für die Kinderbetreuung. Das ergab eine Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln unter gut 1500 Betrieben mit mindestens 250 Mitarbeitern, wie das „Handelsblatt“ am Dienstag vorab berichtete. Demnach verlangte eine große Mehrheit von fast 80 Prozent der befragten Unternehmen mehr Qualität in der Kinderbetreuung. Das IW erstellte die Umfrage für das Bundesfamilienministerium.

Düsseldorf (afp) > Die deutschen Unternehmen fordern längere Kita-Öffnungszeiten sowie mehr und besser qualifiziertes Personal für die Kinderbetreuung. Das ergab eine Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Köln unter gut 1500 Betrieben mit mindestens 250 Mitarbeitern, wie das „Handelsblatt“ am Dienstag vorab berichtete. Demnach verlangte eine große Mehrheit von fast 80 Prozent der befragten Unternehmen mehr Qualität in der Kinderbetreuung. Das IW erstellte die Umfrage für das Bundesfamilienministerium.

Die Betriebe drängen dem Zeitungsbericht zufolge auf Verbesserungen bei den Öffnungszeiten und der Betreuung in den Ferien, sie verlangen aber auch Investitionen zugunsten des Personalschlüssels und für die Qualifizierung der Fachkräfte. Die Ergebnisse sollen dem Bericht zufolge auf einer Kita-Konferenz am Donnerstag vorgestellt werden, an der neben Familienministerin Manuela Schwesig auch Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) und der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Peter Clever, teilnehmen.

Ein Drittel der Unternehmen organisiert die Kinderbetreuung selbst

Von den befragten Unternehmen engagiert sich den Angaben zufolge derzeit ein Drittel selbst in der Kinderbetreuung. Schwesig forderte mehr Einsatz: „Da ist noch viel Luft nach oben“, sagte sie dem „Handelsblatt“. Von den Unternehmen, die schon aktiv sind, zahlt dem Bericht zufolge jedes zweite Zuschüsse für Kinderbetreuung oder macht Angebote für die Ferien. 48 Prozent organisieren Notfallbetreuungen. Gut ein Viertel hat eine eigenen Betriebskita oder Belegplätze, 19 Prozent haben selbst Erzieherinnen angestellt.

Die zwei Drittel der Befragten, die sich bisher nicht engagieren, begründen das dem Bericht zufolge mit fehlender finanzieller Unterstützung der Politik, fehlendem Bedarf und hohem Aufwand. Generell sind aber inzwischen rund 96 Prozent der Unternehmen überzeugt, dass gute Kinderbetreuung wichtig ist, damit Eltern schneller wieder einsteigen könnten und im Job zufriedener sind.