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Deutsche Unternehmen auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft – CEOs fordern verbindliche politische Maßnahmen

Dekarbonisierung der Wirtschaft lautet das Programm und ist das Ziel einer Initiative der Stiftung 2°, mit der sich Unternehmen zu den Klimazielen der Bundesregierung bekennen. Im Vorfeld der Ende des Monats beginnenden Klimakonferenz in Paris haben Vertreter der Stiftung eine entsprechende Erklärung an Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht. Darin fordern sie auch politische Unterstützung.

Berlin (csr-news) > Dekarbonisierung der Wirtschaft lautet das Programm und ist das Ziel einer Initiative der Stiftung 2°, mit der sich Unternehmen zu den Klimazielen der Bundesregierung bekennen. Im Vorfeld der Ende des Monats beginnenden Klimakonferenz in Paris haben Vertreter der Stiftung eine entsprechende Erklärung an Bundeskanzlerin Angela Merkel überreicht. Darin fordern sie auch politische Unterstützung.

Die 2011 gegründete Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ihr Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und somit die Unternehmen bei ihren Bemühungen zum Klimaschutz zu unterstützen. Auch ihre neue Erklärung „Deutsche Unternehmen auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft“ dient diesem Ziel. In ihr bekennen sie sich, durch ihr unternehmerisches Handeln die deutsche Klimapolitik im oberen Zielkorridor zu unterstützen, soll heißen die Emissionen müssen runter und zwar bis zum Jahr 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 und bis 2050 sogar um 80 bis 95 Prozent. Ihr Ziel sei es, so Ankündigung der Initiative, einen Beitrag dazu zu leisten, Deutschland zum globalen Vorbild der von der Kanzlerin beim G7-Gipfel in Elmau ausgerufenen Dekarbonisierung zu machen.

Weltklimakonferenz als wichtiger Meilenstein der Dekarbonisierung der Wirtschaft

Dabei sehen sie die kommende Weltklimakonferenz in Paris als wichtigen Meilenstein der Dekarbonisierung der Wirtschaft. Mit Blick auf die zentrale Rolle der Wirtschaft bei der Umsetzung der deutschen Klimaziele sagt Rüdiger Grube, Vorsitzender des Vorstands Deutsche Bahn AG und stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung 2°: „Wir als Unternehmer der Stiftung 2° gehen klimapolitisch voran und unterstützen die Bundesregierung dabei, bis 2050 95 Prozent Treibhausgasemissionen in Deutschland einzusparen.“ Die Unternehmer laden andere Unternehmen ein, sich diesem Weg anzuschließen. „Für Unternehmen kann der Klimaschutz die Chance sein, mit neuen Produkten und Angeboten auch neue Märkte und Kunden zu erschließen“, so Grube weiter.

Sabine Nallinger

„Wir schaffen Best-Practice-Modelle für Klimaschutz“. Sabine Nallinger, Vorsitzende der Stiftung 2°

Im Rahmen des Arbeitsprogramms der Dekarbonisierungsinitiative setzen die Unternehmen der Stiftung 2° als klimapolitische Vorreiter ihrer Branchen Beispiele zur Umsetzung der Dekarbonisierung der Wirtschaft. „Wir brechen den Weg in die 2°-Wirtschaft auf die einzelnen Sektoren und Geschäftsfelder herunter und schaffen dadurch Best-Practice-Modelle für Klimaschutz“, so Sabine Nallinger, Vorsitzende der Stiftung. Die Handlungsfelder beinhalten dabei unter anderem den Ausbau erneuerbarer Energien, Energieeinsparung, Ressourceneffizienz, nachhaltige Mobilität und Klimaschutzinvestitionen. „Uns ist wichtig, diesen Prozess gemeinsam mit den Unternehmen transparent und systematisch anzugehen. Daher wird die Stiftung hierzu regelmäßig über die Fortschritte in den Unternehmen berichten“, so Nallinger weiter.

Forderung nach ambitionierten deutschen Klimazielen für 2030 

Doch kein Kanzlerbesuch ohne Forderungen. „Wir brauchen die richtigen Rahmenbedingungen, um zusammen mit möglichst vielen Unternehmen unternehmerischen Klimaschutz erfolgreich voranzutreiben“, so Michael Otto, Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group und Vorsitzender des Präsidiums der Stiftung 2°. Die CEOs fordern deswegen ambitionierte deutsche Klimaziele für 2030 und eine verbindliche nationale Strategie, um die Dekarbonisierung der Wirtschaft bis 2050 einzuleiten. „Wir Unternehmer brauchen Planungs- und Investitionssicherheit, um den Weg in die 2°-Wirtschaft zu meistern“, meint Otto. „Denn darin liegt unsere zukünftige Wettbewerbsfähigkeit.“

Download der Erklärung „Deutsche Unternehmen auf dem Weg in die 2°-Wirtschaft“ mit den Klimaschutzmaßnahmen der beteiligten Unternehmen. Zu denen gehören neben der Otto-Group und der Deutschen Bahn auch AIDA Cruises, BSH Hausgeräte, DAIKIN Airconditioning Germany, Deutsche ROCKWOOL, Deutsche Telekom, Gegenbauer Holding, Otto Fuchs, PUMA, Schüco International, die Schwäbisch Hall-Stiftung bauen-wohnen-leben sowie Xella International.

 

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